Stadt hält an B167n fest
Verwaltung fordert Nachbesserungen beim Lärmschutz
Artikel vom: 17.02.2012
Dicht an dicht drängten sich vergangene Woche die Bürger im Eberswalder Ausschuss für Bauen, Planung und Umwelt. Die meisten kamen wegen eines einzigen Tagesordnungspunktes – dem Bau der B167n. Darunter auch Oskar Dietterle aus der Clara-Zetkin- Siedlung, der sich nochmals für den sogenannten „Eberswalder Schwung“, also einer Südvariante der neuen Bundesstraße, aussprach. Seiner Meinung nach würde die jetzige Trassenführung keinen Vorteil oder eine Entlastung für die Eberswalder Bürger bringen. Stattdessen würden die Autofahrer auf Umwege gezwungen und es würde zu Belastungen für Naherholungsgebiete kommen. Eberswaldes Baudezernentin Anne Fellner lehnte sofort diesen wiederholten Vorstoß ab. „Der Eberswalder Schwung ist einfach nur noch ein roter Strich auf der Landkarte, der in den 90er- Jahren gezogen wurde. Heute würde es keinen Sinn ergeben, die Photovoltaikanlage auf dem Flugplatz Finow an die Autobahn anzubinden“, so Fellner. Ohnehin machte die Verwaltung noch einmal deutlich, dass sie vom Bauvorhaben nicht mehr abweichen werde. „Die B167n ist die wichtigste Infrastrukturmaßnahme für die Stadt Eberswalde“, heißt es in einer Stellungnahme an das Landesamt für Bauen und Verkehr. Die Verwaltung sieht aber Nachbesserungsbedarf vor allem im Bereich des Lärmschutzes. So weisen die bisherigen Planungen keine Angaben auf die Mehrbelastung beispielsweise in der Breite Straße aus. Diese würde aber laut Verwaltung bis zum Abschluss des zweiten Bauabschnittes sehr wohl eintreten. Deshalb müssten dort geeignete Maßnahmen zur Lärm- und Emissionsminimierung geprüft und ergriffen werden. Generell sieht die Verwaltung noch Handlungsbedarf beim Lärmschutz. Auf Initiative von Uwe Grohs (CDU) nahm die Verwaltung noch einen Passus zu einem lärmmindernden Asphalt in die Stellungnahme an das Landesamt auf. So wird vorgeschlagen, die B167n als Pilotprojekt auszuweisen. Dann könnte dort ein neues Asphaltgemisch verwendet werden, dass noch nicht fl ächendeckend eingesetzt wird, aber den technischen Anforderungen entspricht. Als weitere Maßnahmen fordert die Stadt einen Lärmschutzwall mit aufgesetzter Wand, Solar-Lärmschutzwände und eine Erweiterung der Fledermausfangzäune.
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