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Datum: 26.01.2017
Rubrik: Vereinsleben

Anbau bleibt im Kostenrahmen

Neujahrempfang bei FSV Blau-Weiß Mahlsdorf/Waldesruh mit hoffungsvollem Ausblick auf 2017

Waldesruh (lh). Der Verein Blau-Weiß Mahlsdorf/Waldesruh blickt auf ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr zurück. Für die erste Männermannschaft war 2015/2016 die erfolgreichste Saison überhaupt. Nur ein Punkt fehlte zum Aufstieg und in der neuen Saison hat man sich den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt.
Am Freitag, dem 20. Januar 2017, kamen Vereinsmitglieder, Unterstützer und Sponsoren im Sport-Pub auf dem Gelände an der Waldesruher Straße zusammen, um das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen.
Weil zeitlich angebunden, durfte Bürgermeister Karsten Knobbe als erster sprechen. Er dankte dem Vorstand und den Aktiven für ihre Arbeit und freute sich darüber, dass es mit vereinten Kräften in diesem Jahr nun gelingen wird, bessere Bedingungen für den Verein zu schaffen. Dann sprach er ein Thema an, was schon länger für Unmut sorgt. Ein großer Teil des kommunalen Haushaltes, der Anfang Januar auf den Weg gebracht wurde, besteht aus freiwilligen Leistungen, die die Vereine und Ehrenamtlichen unterstützen, eine wichtige Aufgabe, wie der Bürgermeister betonte. Die Bedingungen, unter denen diese Zuwendungen und Unterstützungen erfolgen, unterliegen jedoch Veränderungen und Anpassungen, damit spielte er auf die Vereinsförderung für die beiden größten Vereine der Gemeinde, dem SC Dynamo Hoppegarten und dem FSV Blau-Weiß Mahlsdorf/Waldesruh, an, die derzeit hohe Wellen schlagen. Konkret geht es um den Betriebskostenzuschuss. Von den 35.000 Euro jährlichen Betriebskosten des FC Blau-Weiß Mahlsdorf/ Waldesruh übernimmt die Gemeinde 12.000 Euro.
Diese Zuwendung soll in den nächsten vier Jahren kontinuierlich auf null zurückgefahren werden. Für den Verein war diese Entscheidung „ein ganz schöner Tiefschlag“, wie der Vereinschef betonte. Die Diskussion, so Knobbe, sei für sein Empfinden, von zu vielen persönlichen Empfindlichkeiten geprägt. Hier gelte es, zu einer dauerhaft sachlichen Ebene zurück zu kommen, sich mit den direkt betroffenen Vereinen, also insbesondere mit den beiden Vorständen zusammenzusetzen, die entstandenen Probleme zu erörtern und nach gemeinsamen, für beide Seiten, Vereine und Gemeinde, akzeptablen und tragfähigen Lösungen zu suchen. „Wir brauchen diese Vereine und diese Vereine brauchen uns!“, so Knobbes Appell. Vereinsvorsitzender Frank Mulack betonte, dass die Gemeinde stets ein verlässlicher Partner war und zeigte sich hoffnungsvoll und erklärte, dass es Gespräche mit den Abgeordneten und der Gemeinde gibt. „Ich denke nicht, dass uns die Gemeinde da allein lässt.“
Aufgrund der stetig steigenden Mitgliederzahlen ist Blau-Weiß schon seit längerem an seine logistischen Grenzen gestoßen, das alte Vereinsheim reicht bei Weitem nicht mehr aus. Ein rund 400 m²
großer Anbau soll diesen räumlichen Engpass auflösen. Eigentlich sollte das Buffet im neuen Multifunktionsraum aufgebaut werden, doch weil es noch keine Heizung in dem Neubau gibt, entschied man sich dagegen. Seit Anfang Dezember ist der Bau dicht und somit vor den Witterungseinflüssen geschützt und auch die Dämmung soll in den nächsten Tagen abgeschlossen sein. Thorsten Fraesdorf betreut den Anbau als ehrenamtlicher Bauleiter und freut sich vor allem über die große Unterstützung der Unternehmen und auch Vereins-Mitglieder. Zudem verkündete Frank Mulack, dass der Anbau aller Voraussicht nach im Kostenrahmen bleibt und den Eigenanteil von 200.000 Euro nicht übersteigen wird. „Viele Firmen verzichten auf Lohnkosten oder verzichten ganz auf Bezahlung. „Ohne diese Unterstützung könnten wir das als Verein gar nicht stemmen“, sagt Fraesdorf, der zudem auch Sponsoring-Beauftragter von Blau-Weiß ist. Nach den Ferien soll die Haustechnik installiert und der Estrich gegossen werden. Wenn der Anbau fertig ist, so Fraesdorf, dann sei man mit dem Wachstum der vergangenen Jahre mitgegangen. Doch zurücklehnen kann sich der zweitgrößte Verein der Gemeinde nicht, denn ein Ende ist nicht in Sicht. Auch die Außenanlagen werden irgendwann ein Thema sein. Ein großer Wunsch wäre ein Kunstrasenplatz, denn den konnte man das ganze Jahr bespielen. Doch das ist noch weit weg. Der Anbau, so das Ziel, soll im Frühsommer eingeweiht werden.

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