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Datum: 10.02.2017
Rubrik: Gesellschaft

Ausgangspunkt zur Ortsgeschichte

Kirchen sind oft der Anfang zur Ortsentwicklung – Das Büdnerhaus ist Petershagens ältestes Haus


Petershagen (km/sd). Die Kirche eines Dorfes ist wohl der erste Anlaufpunkt, wenn man sich mit der Historie eines Ortes beschäftigt. Auch in Petershagen ist das der richtige Weg, denn die Dorfkirche bildete schon früher den Ortskern. Das älteste Gebäude Petershagens befindet sich in direkter Nachbarschaft, das Büdnerhaus wurde 1757 gebaut, allerdings gar nicht an dieser Stelle: 1808 wurde das gesamte Gebäude kurzerhand von seinem ursprünglichen Standort auf der anderen Straßenseite an den heutigen Platz versetzt. Mit dem Büdnerhaus betreibt der Verein für Heimatkunde zu Petershagen und Eggersdorf e.  V. eine Ausstellung zum ländlichen Leben im 18. Jahrhundert. Dass der Ort schon vorher existiert hat, ist klar, wie Petershagen damals genau ausgesehen hat, darüber kann nur spekuliert werden. Dass eine Kirche exisitiert hat, wenn auch nicht der heutige Bau, ist belegt. Wie Gemeindearchivar Holger Krahnke berichtet, waren jedoch Straßen und das nahegelegene Mühlenfließ ausschlaggebender für Handel und Wandel eines Ortes. So wurde im Landbuch, mit dem Karl der IV. bis 1376 ganz Brandenburg erfassen ließ, neben dem Kirchensitz ein kleines Gehöft mit Ackerland vermerkt. Viele Orte haben dem Landbuch die erste Erwähnung zu verdanken. Richtete man sich zunächst nach dem Landbuch, wenn es um Ortsgründungen ging, konnte mit einer Urkunde aus Strausberg belegt werden, dass Petershagen, damals noch als „Petirshayn", bereits 1367 erstmals erwähnt wurde. Dass Familien- und Ortsnamen oft miteinander verbunden waren, zeigt nicht nur die Urkunde, in der ebenfalls vom Ratsherren Johannes Trebus sowie Spandau und Haselberg die Rede ist. Der Name Trebus existierte in dieser Region lange Zeit, etwa 30 Jahre zuvor kaufte ein Trebus den Ort Eggersdorf, der heute mit Petershagen das Doppeldorf bildet. Ein Sühnekreuz in Eggersdorf, welches noch heute existiert, erinnert wahrscheinlich an einen Todelsfall, in den auch ein Nachfahr aus der Familie Trebus verwickelt war, dieser soll einen Herrn Röbel erschlagen haben. Noch viel mehr über Petershagen und Eggersdorf kann man in der Chronik nach den Quellen von Pfarrer Alexander Giertz nachlesen, diese liegt auch beim Heimatverein aus.


Der Lokalfernsehsender ODF hat sich auf die historische Spurensuche begeben. Einfach dem Link folgen und den Beitrag ansehen: http://www.odf-tv.de/mediathek/26829/Historisches_Petershagen.html


BU: Mit dem Büdnerhaus befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Petershagener Kirche auch das älteste Haus des Ortes am Dorfanger.     Foto: sd


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