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Datum: 10.02.2017
Rubrik: Gesellschaft

Ehemalige Kitakinder nun selbst Eltern

Fast 1.000 Kinder besuchten Kita „Sonnenschein“ in 30 Jahren – Dank an Einsatz der Erzieher


Hennickendorf (sd). „Ich kenne ein Haus, in dem haben schon viele Kinder – fast 1.000 in 30  Jahren – vom Vater zum Sohn gelacht", hieß es im eigens zum Jubiläum gedichteten Lied, das Kinder und Erzieher am Donnerstagvormittag, dem 26.  Januar 2017, vortrugen. Zu einer kleinen Feierstunde anlässlich 30 Jahre Kita „Sonnenschein" wurde in die Kindereinrichtung im Hennickendorfer Wohngebiet Albrecht-Thaer eingeladen. Mit einem bunten Programm aus Gedichten, Skeschen und Liedern blickten Kinder und Erzieherinnen, Erzieher und Wegbegleiter auf den Alltag mit den Jüngsten. „Der Name ist Programm – Sonnenschein", hieß es weiter. „Ihr habt uns immer mit voller Kraft betreut, selten mal an euch gedacht", wurde die Arbeit in der Einrichtung gewürdigt und „Geduld und Spaß noch jahrelang" gewünscht. „Die Zeit verging wie im Fluge", stellte Edeltraud Clément fest, die von Anfang an in der Hennickendorfer Einrichtung arbeitet. An die Einweihung vor fast genau 30 Jahren konnte sie sich noch gut erinnern: Voller Tatendrang mit relativ wenigen Kollegen wurden die Räume zur Einweihung bei winterlicher Witterung um –20 Grad vorbereitet. Damals sprach noch der Kreisschulrat vor Kindern der Zementwerkgruppe. Viele Herausforderungen wurden gemeistert, die Kindereinrichtung erhielt 2011 einen Anbau und zählt derzeit Krippe, Kita und Hort zum Betreuungsspektrum. Letzterer befindet sich auf dem Gelände der Grundschule „Am Stienitzsee" und bezeugt eine über Jahre gewachsene Zusammenarbeit, auf die man stolz sein kann. „Äußere Einflüsse machten es manchmal schwer, einige Kollegen fielen krankheitsbedingt aus, doch wir stellten immer wieder fest, dass die Arbeit mit viel Freude und Eifer getan wurde", hieß es rückblickend in den Redebeiträgen.


Frauke Roschitz, die spontan und sofort einsprang, Christiane Schlag, als ein Urgestein immer zur Stelle, und Angela Wolf, die sich an zahllosen Stellen der täglichen Arbeit mit Einsatz und Ideen einbringt, wurde besonders gedankt. „Es war immer mein Ziel, dieses Jubiläum der Einrichtung zu begehen", so Leiterin Edeltraud Clément. Dass sie dieses Ziel erreicht hat, sei auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, die stets hinter ihr gestanden haben. Einige, die bereits von der ersten Stunde an dabei waren, ließen es sich natürlich nehmen, zum 30. Geburtstag zu kommen. Dazu zählen neben Reinhard Christ ebenso Reimund Krysko, Mitarbeiter des Bauhofs, der sich nicht nur bei technischen Problemen einbrachte, und die langjährige Köchin Gisela Sikau. Neben viel Heiterkeit und Freude über das Erreichte klang jedoch genauso Rührung an. So beispielsweise als sich einige Kinder stellvertretend bei Edeltraud Clément für ihre Arbeit in der Kindereinrichtung bedankten und ihr neben einer Foto-Torte auch eine Medaille überreichten. Während Kinder der ersten Stunde inzwischen ihren eigenen Nachwuchs in der Kita anmelden, übergibt Edeltraud Clément den Staffelstab an Marion Dahse. Über 46 Jahre ist Edeltraud Clément als Erzieherin tätig. Zu ihrer Motivation sagt sie: „Es ist die Liebe zum Kind, strahlende Kinderaugen lassen andere Sorgen vergessen. Erzieher ist einer der schönsten Berufe, verantwortungsvoll, eine Aufgabe und ein Beruf zugleich."


Stellvertretend für die Gemeindeverwaltung dankten Steffi Göpner und Philipp Thieme für die konstruktive Zusammenarbeit, gemeinsam angestrebte Lösungen und den großen persönlichen Einsatz. Man wolle Bewährtes übernehmen und Neues einbinden, wie Göpner und Thieme erklärten. Damit auch künftig die Zeit und Arbeit in der Kindereinrichtung dokumentiert werden kann, überreichten sie eine neue Kamera. Ortvorsteherin und Grundschulleiterin Monika Döppner-Smyczek übergab eine Kiste mit Hörspielen, Mal- und Schreibsachen sowie allerlei Kleinigkeiten. Margrit Baumann und Regina Wolter vom Heimatverein hatten einen ganzen Sack voller Bälle dabei - beides Geschenke, auf die sich Kinder sofort stürzten.


Am Freitagnachmittag wurde mit einem großen Lichterfest in der Hennickendorfer Aula das 30. Jubiläum in etwas größerem Rahmen gefeiert.



BU1: Die Hennickendorfer Kita „Sonnenschein" ist in den letzten 30 Jahren gewachsen und bietet derzeit eine Krippen-, Kita- und Hortbetreuung. Vom ersten Tag an dabei gibt Edeltraud Clément (2. v. r.) die Leitung an Marion Dahse (r.) ab. Foto: sd



BU2: Anlässlich der kleinen Feierstunde zum 30. Jubiläum überraschte Edeltraud Clément (l.) die Kinder nach dem bunten Programm mit einer besonderen Torte.      Foto: sd


 



 



 


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