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Datum: 16.02.2017
Rubrik: Gesellschaft

„Das Glück ist eingezogen“

Grundschulergänzungsbau in Zepernick feierlich eingeweiht / Gemeinde Panketal investierte 5,1 Millionen Euro

Zepernick (fw). In Grundschulen ist freitagsnachmittags normalerweise nicht mehr viel los. Am Schulstandort in Zepernick war das vergangene Woche Freitag anders – und das aus gutem Grund. Der Ergänzungsbau der Grundschule wurde feierlich eingeweiht. Die Kinder der zweiten Klassen hatten dafür ein umfangreiches Programm einstudiert, das sie den zahlreichen Gästen vorführten. Dabei zeigten sie sich besonders glücklich darüber, dass die Räume bunt, neu und sauber sind. Sie wünschen sich, dass das auch in Zukunft so bleibt. Um ihre Freude darüber auszudrücken, dass sie endlich einziehen konnten, tanzten sie ausgelassen zu „Happy“ von Pharrell Williams und versprachen, immer fl eißig zu lernen. Die Gäste der Einweihungsfeier sahen sich das Programm im 150 Quadratmeter großen Forum an, das das Herzstück des Gebäudes ist. Panketals Bürgermeister Rainer Fornell könnte sich durchaus vorstellen, dass dieser Raum in Zukunft für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird. Durch den Neubau entstanden 15 zusätzliche Klassenräume, die aufgrund der steigenden Schülerzahlen nötig wurden, um die Platzprobleme in der Grundschule zu lösen. Dazu kommen Gruppen- und Spielräume, die durch mobile Trennwände in ihrer Größe variiert werden können. Genutzt wird das alles neben der Grundschule auch durch den Hort. Das Lehrerzimmer und die Schulleitung fi nden ebenfalls in den neuen Räumlichkeiten Platz. Die Räume, die im alten Gebäude dafür bisher zur Verfügung standen, werden nun als Klassenräume genutzt. Der Schulhof vergrößert sich trotz des neuen Gebäudes, da zusätzliches Land erworben wurde. In diesem Jahr sollen laut Fornell 100.000 Euro für neue Spielgeräte ausgegeben werden. Zusätzlich entstanden auch neue Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Der Bau wurde nach etwas mehr als einem Jahr fertig. Nachdem der erste Spatenstich im Juli 2015 stattfand, sollte es etwa ein Jahr bis zum Einzug dauern. Am Ende dauerte es zwar drei Monate länger, was laut Fornell aber „nicht das Thema“ sei. Er wies in seiner Rede darauf hin, dass in der Gemeinde sehr viel Geld in die Bildung investiert werden würde. So fi elen für den Ergänzungsbau rund 5,1 Millionen Euro an. Die Sanierung der Grundschule in dem Ortsteil ließ sich die Gemeinde sechs Millionen Euro kosten. Am Schulstandort in Schwanebeck wird derzeit ebenfalls gebaut. Das Vorhaben dort schlägt mit insgesamt 17 Millionen Euro zu Buche. Das nächste Projekt steht mit einer Drei-Feld-Sporthalle an der Straße der Jugend bereits an. Unumstritten war die Entscheidung, einen Ergänzungsbau zu errichten, nicht. 2013 sprachen sich die Panketaler jedoch knapp für diese Varianten und gegen den Bau einer dritten Grundschule aus. Schulleiterin Martina Kruschke zeigte sich erleichtert, dass der Umzug nun über die Bühne gegangen ist. „Vorbei sind der Schmutz, der Lärm und die Sorge, dass auch alles so wird, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte sie. Inzwischen sei das Glück eingezogen. Die Bauarbeiten fanden während des laufenden Schulbetriebs statt und hätten für schlechtere Lernbedingungen gesorgt. Trotzdem hätten die Ergebnisse der sechsten Klassen gezeigt, dass sich die Schüler gut geschlagen haben. 58 der insgesamt 101 Sechstklässler können die gymnasiale Oberstufe besuchen. Für Kruschke sind die neue Raumstruktur und die Ausstattung ein entscheidender Faktor für gute Lernvoraussetzungen. „Man sagt, dass der Raum der dritte Pädagoge sei und das wird hier genutzt“, so die Schulleiterin. Für Barnims Landrat Bodo Ihrke war die Eröffnung des Erweiterungsbaus ein Termin, über den er sich freute. Beim Thema Schule gehe es um Kinder und die Zukunft – Dinge, in die er gern investiert. Mehr denn je sei die Bildung der Grundstein für die weitere Karriere, die heutzutage wichtiger als je zuvor sei. Lob gab es auch für den inklusiven Gedanken, der in der größten Grundschule im Landkreis bereits seit den frühen 1990er-Jahren eine Rolle spielt und damit früher als in vielen anderen Schulen im Land. Trotzdem sei noch nicht alles perfekt, bemerkte Ihrke und deutete scherzhaft auf die Uhren an den Wänden hin, die bisher noch nicht auf die richtige Uhrzeit gestellt waren. Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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