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Datum: 16.02.2017
Rubrik: Gesellschaft

Zwei „Leuchttürme“ für Westend

Bebauungsstudie für zwei Achtgeschosser mit jeweils 38 Wohnungen in der Heegermühler Straße vorgestellt

Eberswalde (kä). Es sind zwar nicht gerade Wolkenkratzer, für Eberswalder Verhältnisse aber durchaus ungewohnt hohe Gebäude, die der Finowfurter Bauunternehmer Guido Ney wahrscheinlich ab dem kommenden Jahr im Stadtteil Westend errichten möchte. Der Finowfurter Architekt Dietrich Schwarzer hatte das Projekt im Namen des Bauherren in der jüngsten Sitzung des Eberswalder Bauausschusses vorgestellt. Er sprach dabei von einer „Leuchtturm-Funktion“, die die beiden sogenannten Punktbauten in der Heegermühler Straße 14 einnehmen könnten. Bei dem Baufeld handelt es sich um jenes rund ein Hektar große Areal neben dem Hotelrestaurant „Wilder Eber“, auf dem vor kurzem eine alte Villa abgerissen wurde. Damit ist zumindest auch die von vielen Passanten gestellte Frage nach dem Hintergrund dieses Abrisses beantwortet. Wichtig scheint allerdings die Tatsache, dass es sich bei der vorgestellten Bebauung mit Achtgeschossern (Erdgeschoss und sieben Obergeschosse) zunächst um eine Bebauungsstudie handelt. Soll heißen: Das konkrete Outfi t der von manchen bereits scherzhaft „Westend-Towers“ genannten Häuser kann sich freilich noch ändern. „Es ist erst der Beginn einer Idee“, wie Schwarzer den Bauausschussmitglieder erklärte. Dennoch scheint man sich bereits relativ konkrete Gedanken gemacht zu haben. So ist in der vorgestellten Präsentation von Baukosten in Höhe von rund 14 Millionen Euro bei Baubeginn im April 2018, von jeweils 38 Wohnungen in den beiden Punkthäusern oder von 76 Tiefgaragenstellplätzen die Rede. Nach den Worten von Dietrich Schwarzer soll es sich ausschließlich um künftige Mietwohnungen handeln, für die man eine Durchschnittsmiete von acht Euro pro Quadratmeter kalkuliert habe. Als Mieter habe man vor allem jene im Visier, die beispielsweise nach Berlin pendeln. Die Bahnhofsnähe sei dafür ein wichtiger Punkt. Entschieden ist freilich noch nichts. „Wir haben das Baurecht in Form eines Bebauungsplanverfahrens in der Hand“, betonte Baudzernentin Anne Fellner in der Sitzung. Generell begrüßte sie das Vorhaben, äußerte bei dieser Gelegenheit aber auch gleich ihre Ansicht, dass sie sich eine sechsgeschossige Bauweise besser vorstellen könnte. Man solle mutig an das Projekt herangehen, aber dabei auch über die konkreten Ausführungen reden, schlug Riccardo Sandow, sachkundiger Einwohner für die SPD im Ausschuss, vor. Er rechne damit, dass es „große Diskussionen in der Bevölkerung“ geben werde.

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