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Datum: 16.02.2017

Medienwirksamer Protest gegen geplante Filialschließung

Groß Schönebecker machen weiter mobil / Protestunterschriften gegen Sparkassenpläne auch aus Lunow und Britz

Schorfheide/Eberswalde (kä). Mit einer medienwirksamen Aktion haben zahlreiche Groß Schönebecker am Freitag vergangener Woche erneut ihren Protest gegen die zum 30. Juni 2017 geplante Schließung der Sparkassenfi liale zum Ausdruck gebracht. Bürgerverein und Ortsvorstand hatten den blauen rbb-Bus eingeladen, der am Vormittag zunächst in Groß Schönebeck Halt machte. Gut 70 Menschen hatten sich dort eingefunden, unter ihnen auch Einwohner aus Lunow und Britz, wo ebenfalls die Filialen der Sparkasse Barnim geschlossen werden sollen. Für eine ausgewählte Gruppe ging es danach mit dem Bus nach Eberswalde, direkt vor den Hauptsitz des kommunalen Geldinstitutes. Hier stellte sich in Vertretung des erkrankten Vorstandsvorsitzenden Uwe Riediger seine Stellvertreterin Susan Borreck-Ratzel den Fragen der Protestler. Die Hoffnung auf eine mögliche Annäherung, beispielsweise durch die Beibehaltung eines Geldautomaten, wurde allerdings auch an diesem Tage nicht erfüllt. Borreck-Ratzel hatte als Angebot zwar die Einrichtung einer monatlichen Beratungsstunde vor Ort mitgebracht. Doch das entspricht gerade nicht dem Anliegen der Groß Schönebecker. „Uns geht es darum, dass man in Groß Schönebeck weiterhin Geld abholen kann“, so die Reaktion der Betroffenen. Die Option, Bargeld im Edeka-Markt abzuheben, sei nicht akzeptabel. Joerg Mitzlaff, der Vorsitzende des Bürgervereins, wollte während der Aktion eigentlich die bis dato gesammelten 883 Unterschriften gegen die geplante Schließung persönlich an Barnims Landrat und Sparkassenverwaltungsratsvorsitzenden Bodo Ihrke übergeben. Dieser hatte dem rbb schon am Vormittag ein Interview gegeben und war aus Zeitgründen nicht vor Ort, wie es hieß. Die Groß Schönebecker wollen die Barnimer Kreistagsabgeordneten dennoch nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. „Hier geht es nicht nur um eine wirtschaftliche, sondern auch um eine politische Entscheidung“, wie Joerg Mitzlaff betonte. Die Sparkassenführung ist unterdessen via Homepage des Bürgervereins erneut zu Gesprächen nach Groß Schönebeck eingeladen. In dem entsprechenden Beitrag betont Joerg Mitzlaff zudem: „Ich garantiere Ihnen, dass Sie bei uns nicht bei minus 10 Grad und pfeifendem Ostwind vor unserem Bürgerhaus stehen bleiben müssen, wenn wir Ihre Fragen beantworten.“

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