Regionalwetter

Nachrichten

Datum: 16.02.2017

Jutta Werbelow will um das Bürgermeisteramt kämpfen

SPD-Ortsverein nominiert seine Fraktionsvorsitzende / Einigkeit beschworen

Wriezen (ma). Zehn von 16 Mitgliedern des Wriezener SPDOrtsvereins trafen sich am Dienstagabend in der Wriezener Marktklause, um einen eigenen Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im September 2017 zu küren. Schon seit einigen Wochen ging das Gerücht in der Region um, dass sich Jutta Werbelow um das Bürgermeisteramt bewerben wolle. Bereits im Dezember letzten Jahres hatte auch Bauamtsleiter Karsten Ilm mit Unterstützung der CDU seine Ansprüche für dieses Amt angemeldet. Nun also auch die SPD-Fraktionsvorsitzende, Kreistagsabgeordnete und Ortsvorsteherin von Eichwerder, einem Ortsteil von Wriezen. Die Wahlversammlung der Sozialdemokraten, auf der Jutta Werbelow nominiert wurde, begann mit der Aufnahme von fünf neuen Mitgliedern in die Ortsgruppe. Langjährige Unterstützer der SPD wie Sabine Heymann, Roland Schmidt, Torsten Kindler, Gunnar Schulz und sein Sohn Clemens-Oliver wollten damit ihr Bekenntnis zu dieser Partei unterstreichen. Auch gegen den zunehmenden Populismus wolle man ein Zeichen setzen, war zu hören. Es war sogar die Rede vom „Martin Schulz-Effekt“ in Wriezen. Das konnte die SPD-Landtagsabgeordnete Simona Koß bestätigen und weitere Aufnahmen im Landkreis vermelden. Das eigentliche Wahlprozedere endete für Jutta Werbelow mit sieben Ja-Stimmen und drei Gegenstimmen. Damit ist sie zwar mehrheitlich nominiert, das Ergebnis zeigt aber auch das seit längerem zu beobachtende Zerwürfnis innerhalb der Wriezener SPD, im Besonderen innerhalb der Fraktion. Torsten Kindler rief die Ortsgruppe auf, denen, die um das Bürgermeisteramt kämpfen, nicht in den Rücken zu fallen. Jutta Werbelow stellte ihr Programm für Wriezen vor. Vor allem will sie das Gewerbe stärken, sich für den Schulstandort stark machen und die Infrastruktur verbessern. Denn das alles seien die Voraussetzungen für ein Wachsen der Stadt auf die angepeilten über 8.000 Einwohner. Auf die Nachfrage von Friedhelm Zapf antwortete sie, dass sie auch zur Vertrauensbildung und zum Abbau von Spannungen zwischen Rathaus und Stadtverordneten beitragen will. Simona Koß und der SPD-Kandidat für die Bundestagswahl Stephen Ruebsam sicherten ihr ihre Unterstützung zu.

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Gewerbetreibende befürchten...

Hoppegarten (bey). Die Verantwortlichen des Landesbetriebes Straßenwesen wollen den nördlichen Bereich... [zum Beitrag]

Falsche Dachdecker in...

Birkenstein (e.b./mei). Im September boten rumänische Wanderarbeiter einer Hausbesitzerin in Birkenstein... [zum Beitrag]

Generationenweise Betriebe

Petershagen (sd). Im Rahmen der Feierlichkeiten 650 Jahre Petershagen wurden auch Firmen ausgezeichnet,... [zum Beitrag]

Lärmschutz endlich richtig umsetzen

Rüderdorf (e.b./rin/sd). Seit rund 15 Jahren ist die Bürgerinitiative (BI) „Gegen Autobahnlärm"... [zum Beitrag]

Schöneiche will Sandstraßen beseitigen

Schöneiche (BAB). Die Zustimmung von Anliegern zu Straßenbaumaßnahmen an bisher unbefestigten Straßen ist... [zum Beitrag]

Großer Schritt zur „Energiewende von...

Rehfelde (sd). Sechs Jahre lang arbeiteten die Mitglieder von Rehfelde EigenEnergie auf die ersten... [zum Beitrag]

Nach Strausberger Modell

Strausberg (sd). Fast genau ein Jahr verging vom Richtfest bis zur feierlichen Schlüsselübergabe des neuen... [zum Beitrag]

„Brücke“ mit neuer Mitte und Erweiterung

Rüdersdorf (sd). Die Vorgabe des nichtoffenen Ideen- und Realisierungswettbewerbs war nicht einfach, wie... [zum Beitrag]

Gut aufgestellt für die Energiezukunft

Strausberg (sd). Während ein zufriedenstellendes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016 bilanziert wurde,... [zum Beitrag]