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Datum: 16.02.2017
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Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses

„Auf ein Wort“ von Matthias Steinberg, Neuapostolische Kirche, Gemeinde Finow

Eberswalde. „Am 14. Februar ist Valentinstag.“ Dieser Satz war in den zurückliegenden Wochen häufi g zu hören. Kaum ein Geschäft begrüßte seine Kunden nicht mir entsprechenden Angeboten. In kaum einem Medium lief nicht diesbezügliche Werbung. Für die einen ist dieser Tag eine Erfi ndung der Geschenke- und Blumenindustrie, für die anderen ein alter Gedenktag mit christlichem Hintergrund. Beide Seiten können für ihre Position gute Gründe anführen. Letztendlich geschieht aber auch hier, was so häufi g bei einem Streit, wer denn nun Recht hat, passiert: die eigentliche Bedeutung der Sache bleibt auf der Strecke. Darum wollen wir die Frage nach dem historischen Hintergrund dieses Tages zurückstellen und uns auf seinen Inhalt konzentrieren: Der Valentinstag ist der Tag der Liebenden. Womit sich allerdings sofort das nächste Problem stellt: warum brauchen Liebende einen extra Gedenktag? Ein solcher Tag befi ndet sich zwar in guter Gesellschaft, denken wir zum Beispiel an den Muttertag, allerdings ist jedem klar, dass es wohl zu wenig wäre, wenn sich Liebende nur an einem Tag im Jahr ihrer Liebe versichern würden. Sicher kann es nicht schaden, wenn sich Liebe auch in äußeren Gesten in Form eines Blumenstraußes oder eines Geschenkes äußert. Viel wichtiger ist jedoch der tagtägliche Umgang miteinander. Deshalb fordert bereits Apostel Paulus die Gläubigen seiner Zeit dazu auf: „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen!“ (1Kor 16,14) und nennt an anderer Stelle auch gleich die Begründung dafür: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses.“ (Röm 13,10). Dies gilt nach wie vor und auch heute sowohl in einer Beziehung, als auch in der Familie, jeder Form einer Gemeinschaft bis hin zur Gesellschaft eines Landes. Ohne Frage ein hoher Anspruch. Aber lohnt es nicht, sich daran zu orientieren? Man hört in diesen Tagen häufi g von „christlichen Werten“, die bewahrt werden sollen. Manches wird dazu gesagt oder auch gebrüllt. Der höchste christliche Wert ist jedoch die Liebe. Sie kommt darin zum Ausdruck, wie ich selbst mit dem Nächsten umgehe. Hier gilt, sozusagen als kleinster gemeinsamer Nenner, der alte Bibelspruch: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ (Tob 4,16). Jesus Christus hat dies dann aktiv umgewandelt, indem er folgenden Ratschlag gab: „Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!“ (Lk 6,31). Welch ein schönes Motto, nicht nur für den zurückliegenden Valentinstag, sondern auch für die restlichen Tage des Jahres und darüber hinaus.

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