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Datum: 16.03.2017
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Eigene Grenzen akzeptieren

Auf ein Wort von Adelbert Genzel - Adventgemeinde Eberswalde-Finow

Eberswalde. Neulich las ich eine bemerkenswerte Empfehlung: Gib anderen Menschen nicht nur an deinen Gaben Anteil, sondern auch an deinen Grenzen. Anders gesagt: Entdecke, welche Fähigkeiten Gott dir nicht gegeben hat. Das war kein Fehler, er hat es so gewollt. Als Gott die Lebewesen schuf, war seine Idee nicht die eierlegende Wollmilchsau. Das hätte er sicher auch gekonnt. Aber Gott erschuf stattdessen Hühner, Kühe, Schafe, Pelikane und noch viele andere. Und bei den Menschen war das auch so. Nicht einmal die ersten beiden, Adam und Eva, waren gleich. Immer wieder hatte er neue Ideen für Menschen: verschiedene Farben und Größen, temperamentvolle und ruhigere. Manche hatten einen starken Bewegungsdrang und andere dagegen hätten eher ganz still sitzen können. Einige konnten in ihrer Arbeit kaum eine Pause machen, andere liebten eher den Feierabend. Deshalb ist es völlig in Ordnung, wenn wir unsere Grenzen anerkennen und uns ihretwegen nicht schuldig fühlen. Das hat Gott so gewollt. Wir Menschen sind sogar so unterschiedlich, dass unsere Fingerabdrücke mit denen von niemand anderem auf der Welt identisch sind. Und doch wollen wir oft genug so sein, wie andere: So sportlich, so unabhängig, so fl eißig oder so begabt. Und möglichst auch noch alles allein bewältigen können, genauso wie wir es bei anderen wahrzunehmen meinen. Aber vor allem keine Defi zite und Fehler zeigen. In der Bibel gibt es dafür einen einleuchtenden Vergleich. Der Apostel Paulus erklärt es seinen Lesern so: Denkt an den menschlichen Körper. Der ist ja auch nicht nur ein Körperteil, das für alles zuständig ist. Es sind viele verschiedene. Was, wenn der Fuß meint, er gehöre nicht dazu, weil er nicht wie die Hand greifen kann? Oder wenn das Ohr sich unnütz fühlen würde, weil es nicht sehen kann? Gott hat den Körper aus vielen Teilen zusammengefügt und jedes einzelne gehört nach seinem Willen dazu. Und keinesfalls soll sich ein Körperteil schlechter vorkommen als ein anderes, nur weil es nicht dieselben Fähigkeiten hat. Genauso ist es bei uns Menschen. Alle haben Fähigkeiten und alle haben Grenzen (nach 1. Korinther 12,12-31). Das ist so in Ordnung. Wie gut, dass wir nicht alles selbst können und machen müssen. Wir dürfen uns auf das beschränken, was innerhalb unserer Grenzen liegt. Das kann eine starke Motivation sein.

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