Regionalwetter

Nachrichten

Datum: 13.04.2017
Rubrik: Gesellschaft

Neuer Zweck für alte Trafostation in Wandlitz

Durch witterungsbeständige Holzplatten fi nden Fledermäuse Spalten für die Aufzucht ihres Nachwuchses

Wandlitz (e.b.). Viele Fledermausarten sind Kulturfolger. Seit Jahrhunderten leben sie in der Nähe menschlicher Siedlungen. Sie nutzen Dachböden zur Aufzucht ihrer Jungtiere, Keller zum Überwintern und Grünanlagen zum nächtlichen Jagen. Durch Sanierung oder Abriss gingen vor allen Dingen seit der Wende viele fl edermausfreundliche Bauwerke, wie alte Wohn- und Stallgebäude oder stillgelegte Industriebetriebe, für die Tiere verloren. In der Gemeinde Wandlitz wurde jetzt für die kleinen Flugakrobaten in einer alten Trafostation ein neues Domizil geschaffen. Mit vergleichsweise geringem Aufwand an Material, Arbeitszeit und fi - nanziellen Mitteln konnte der prägnante Turm in der Warthestraße erhalten werden und erfüllt von nun an einen neuen Zweck: den Schutz von Tierarten wie Fledermäusen. Das Dach wurde saniert und sowohl im Innen- wie im Außenbereich wurden witterungsbeständige Holzplatten mit einem engen Abstand zur Gebäudewand angebracht. Dahinter fi nden heimische Fledermäuse Spalten, in denen die jungen Fledermäuse geboren und aufgezogen werden, sogenannte Wochenstuben. Auch während der Balzzeit im Herbst oder als Zwischenquartier während des Zuges werden solche „Fledermaus-Großkästen“ gerne aufgesucht. Kältetolerante Arten wie Zwerg-, Breitfl ügeloder Mopsfl edermaus nutzen derartige Plätze sogar zum Überwintern. Aber nicht nur für diverse Fledermausarten bietet der ehemalige Trafoturm jetzt ein neues Zuhause. Auf der Rückseite des Turmes wurden vier Holzbetonkästen für den Mauersegler angebracht. Denn auch dieser wendige Flieger verlor in den letzten Jahren zahlreiche Brutplätze. Im Inneren des Trafoturms befi nden sich vier Kunstnester für Rauchschwalben. Auch Plätze für sogenannte Nischenbrüter wie Fliegenschnäpper, Bachstelze oder Hausrotschwanz wurden im Turminneren geschaffen. Das Projekt hatte einen Kostenumfang von insgesamt 11.000 Euro. Neben fi nanziellen Mitteln der Gemeinde wurde es von der Stiftung Naturschutz- Fonds Brandenburg mit mehr als 6.000 Euro aus Zweckerträgen der Lotterie Glücks- Spirale gefördert. Die bauliche Ausführung erfolgte durch den Förderverein Naturpark Barnim und die NANU GmbH aus Berge/Prignitz, informiert die Gemeindeverwaltung.

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Märkische Jugend macht Staat

Strausberg (hs/ae). Hans-Georg von der Marwitz, der wiederholt eine Einladung des OSZ-Fördervereins... [zum Beitrag]

Wirkung über das Zirkuszelt hinaus

Hennickendorf (sd). Zauberei, Trapez, Clownerie und Artistik statt Sachunterricht, Sport, Deutsch und... [zum Beitrag]

„Eine Stadt für alle Generationen“

Strausberg (sd). Bereits am vergangenen Samstag, 10. Juni eröffnete Brandenburgs Sozialministerin Diana... [zum Beitrag]

Kieferprothese als kurioser Fund

Strausberg (sd/ch). Großen Dank verdienten sich die rund 100 Freiwilligen, die vor einigen Tagen an... [zum Beitrag]

Mehr als nur Unterricht

Märkisch-Oderland (lh). Der Dichter und Philosoph Rabindranath Tagore hat einst gesagt: „Die Hauptaufgabe... [zum Beitrag]

Engagierten wurde gedankt

Rolf Lindemann, Landrat von Oder-Spree, zeichnete zur Auftaktveranstaltung der diesjährigen... [zum Beitrag]

Stolz auf das bislang Erreichte sein

Rehfelde (sd). Inzwischen zum sechsten Mal luden die Mitglieder der Genossenschaft Rehfelde EigenEnergie... [zum Beitrag]

Bewässerungssystem getestet

Neuenhagen (BAB). Eine neue Bewässerungsmethode für neu angepflanzte Bäume testet gegenwärtig die Gemeinde... [zum Beitrag]

Architekten schaffen Räume

Schöneiche (sd). Zum Tag der Architektur, der landesweit am nächsten Sonntag, 25. Juni begangen wird,... [zum Beitrag]