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Datum: 13.04.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Den Alltag einfach ausblenden

Paul Dynow überzeugt bei Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs


Strausberg (sd). Mitorganisator Falko Micklich ist erfreut, weil sich die freiwillige Teilnahme am Vorlesewettbewerb in den letzten 20 Jahren zunehmend zum Instrument der Leseförderung entwickelt hat.


Vor Kurzem wurde unter den Kreissiegern des Wettbewerbs der sechsten Klassen entschieden, wer zum Landesausscheid Brandenburg am 15. Mai nach Frankfurt (Oder) fahren darf. Die neun Teilnehmer aus Märkisch-Oderland, dem Barnim, Oder-Spree, Oberhavel, der Uckermark und Frankfurt (Oder) machten der Jury die Entscheidung nicht leicht. „Es war ein guter Wettbewerb, das Zuhören machte Spaß, die Kinder waren toll, sodass am Ende nur die Punkte knapp entschieden", so der Strausberger Buchhändler Micklich, der auch Juror ist.


Letztlich setzten sich Paul Dynow vom Frankfurter Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und Janina Schwarz von der Oranienburger Waldschule durch. Mit Charlotte Seibt war sogar eine Teilnehmerin von der deutschen Schule in Oslo dabei. Nicht zum ersten Mal kamen Vorleser von dieser Schule nach Brandenburg, wie Micklich weiß.


„In den Köpfen der Zuhörer sollen Bilder und Filme enstehen, es gibt einen Unterschied zwischen laut lesen und vorlesen", so Falko Micklich, der seit über 20 Jahren
den Vorlesewettbewerb mit-organisiert. Schon Monate vorher fragten Schulen nach Terminen, berichtet er. Gelesen wurden jeweils ein bekannter und ein unbekannter Text. Aussprache, Betonung, Anpassung der Stimmlage, Begeisterung der Zuhörer waren nur einige Aspekte, die von den Juroren bepunktet wurden. Obschon nur zwei nominiert werden konnten, gibt es keine Verlierer, wie die Jurymitglieder betonten.


Allein in Märkisch-Oderland beteiligten sich 40 Grundschulen und beispielsweise am Frankfurter Gauß-Gymnasium gibt es mit dem Leselöwen-Wettbewerb der dritten Klassen bereits vergleichbare schulinterne unabhängige Ableger.


Als Leselöwe konnte auch Paul Dynow sich bereits hervortun. „Ich lese sehr gerne, da ich so schön in andere Welten eintauchen kann, den Alltag und die Schule einfach mal vergessen", sagt der Elfjährige aus Frankfurt über sich selbst. Einmal habe er schon 600 Seiten an einem Tag komplett weggelesen.



BU: Paul Dynow fährt zum Landesausscheid.     Foto: sd


 



 


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