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Datum: 21.04.2017
Rubrik: Sport

Kleinwüchsige im Wettkampfmodus

Deutsche Teilnehmer für die World Dwarf Games trainieren in Eberswalde

Eberswalde (vk). Vom 4. bis 12. August dieses Jahres fi nden in Kanada, in Guelph, die World Dwarf Games statt, die Weltsportspiele der Kleinwüchsigen. Auch Deutschland nimmt mit einer Mannschaft an diesen Spielen teil und trainierte dafür am Wochenende in Eberswalde. Auf Initiative des Eberswalder Sportclubs kamen Kleinwüchsige aus vielen Bundesländern in die Waldstadt, um sich auf diesen großen Wettbewerb vorzubereiten. 13 Kleinwüchsige trainierten am gesamten Osterwochenende in Eberswalde. Auf Initiative von Andreas Kirsch, den 2. Vorsitzenden des Eberswalder Sportclubs, bereiteten sich die Teilnehmer in einem Trainingscamp in Eberswalde auf den Höhepunkt vor. Andreas Kirsch begründet sein Engagement damit, dass er selbst einen Kleinwüchsigen in der Familie hat. Da dieser auch an den Weltsportspielen teilnehmen will, war es für ihn naheliegend ein Trainingslager in seiner Heimatstadt zu organisieren. Trainiert wurden verschiedene Sportarten. Fußball, Tischtennis, Badminton und vieles mehr. Aus den verschiedenen Disziplinen werden dann die jeweils Besten ermittelt, die zum Wettkampf gestellt werden. Spezielle Trainer übten mit den Sportlern gezielt bestimmte Sportarten ein. Sie wählen auch gemeinsam die besten Sportler aus. Auch Fynn Rademacher, der aus der Nähe von Hamburg kam, nimmt engagiert am Training teil. Er hat sich Ziele gesteckt und trainiert intensiv im Badminton. Für ihn ist es etwas Besonderes, mit „gleichkleinen“ zu trainieren und zusammen zu sein. „Im Schulsport sind alle größer und hier kann ich meine Kräfte mit anderen Kleinwüchsigen messen“, so der Zwölfjährige. Eine Erfahrung die auch Andreas Kirsch durch seinen Sohn kennt. Die Teilnahme am Schulsport für Kleinwüchsige ist nicht das Gleiche, wie für die „normal“ großen Freunde ihrer Altersgruppe. Weder laufen sie so schnell, noch können sie so weit werfen oder so hoch springen. „Hier erleben sie unter ‚Gleichen’ ein anderes Wertgefühl“, so Kirsch. Rund 100.000 Bundesbürger sind von Kleinwuchs betroffen, das heißt, sie sind oder werden als Erwachsene zwischen 70 und 150 Zentimeter groß. Auch als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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