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Datum: 18.05.2017

Müllskandal in Falkenberg?

Öffentliches Interesse ist geweckt

Illegale Müllentsorgung ist im Land Brandenburg ein großes Problem, denn hier lagern ca. 1.6 Millionen Tonnen illegalen Mülls. Eine Beseitigung des Mülls würde 160 Millionen Euro verschlingen. Auch in Falkenberg im Landkreis Märkisch-Oderland scheint illegaler Müll entsorgt worden zu sein. Lange wurde das Problem totgeschwiegen doch nun kommt der Fall in Bewegung.




Bahnt sich hier in Falkenberg (Mark) ein neuer Brandenburgischer Müllskandal an? Diese Frage stellte der Landtagsabgeordnete Péter Vida jüngst im Potsdamer Landtag. Grund dafür ist eine Anlage im Gewerbegebiet 10 in Falkenberg, hier sollen unerlaubte Müllentsorgungen stattgefunden haben. Die genehmigte Recyclinganlage erlebte seit 1993 mehrere Betreiberwechsel. Schließlich gehört sie seit 2015 der Firma Karakurt Abbruch- und Entsorgung Unternehmergesellschaft. Bereits ein Jahr später meldeten sich besorgte Anwohner zu Wort und berichteten von illegalen Abfällen.


Auf Vidas Anfrage ob es einen Nachweis gebe, dass die dort zwischengelagerten Baumischabfälle keine schädlichen oder nicht zugelassenen Bestandteile seien? antworte die Landesregierung: Es seien „Im Ergebnis der durchgeführten Anlagenkontrollen keine relevanten Mengen an schädlichen/gefährlichen Bestandteilen“ festgestellt worden. Eine Antwort die Péter Vida nicht zufrieden stellt.


Doch nun scheint sich etwas zu tun. So waren am Dienstag überraschend Vertreter des Landesamtes für Umwelt, kurz LfU, mit dem Anlagenbetreiber zu einem Ortstermin in Falkenberg verabredet. Das Amt hatte bereits eine Beseitigungsverfügung der nichtzugelassen Stoffe zum 15. Mai erlassen. Laut Referatsleiter der LfU, Stephan Böhme seien diese nun beseitigt. Bis zum 15. Juni muss der Betreiber ein Konzept für den weiteren Betrieb vorlegen.






Bericht: Michael Anker/Sebastian Gößl


Kamera/Schnitt: Sebastian Gößl

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