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Datum: 18.05.2017

Rathaus-Kosten steigen um weitere 900.000 Euro

Durch teurere Erschließung und Verzögerungen wird derzeit mit 16,7 Millionen Euro für Bernauer Verwaltungssitz gerechnet

Bernau (fw). Der Rathaus- Neubau in Bernau wird nach einer aktuellen Kostenberechnung rund 900.000 Euro teurer als bisher geplant. Das geht aus einer neuen Entwurfsplanung hervor, die eine Kostenberechnung enthält und Ende vergangener Woche vorgestellt wurde. Somit soll der neue Sitz der Bernauer Stadtverwaltung insgesamt 16,7 Millionen Euro kosten. Als Grund werden in einer Mitteilung der Stadt deutlich höhere Erschließungskosten bei der Umverlegung von Leitungen, Verzögerungen in der Bauzeit und die fortgeschrittene, detaillierte Planung genannt. Mitte Mai dieses Jahres nahm die von der Stadtverordnetenversammlung ins Leben gerufene baubegleitende Arbeitsgruppe „Neubau Neues Rathaus“ ihre Arbeit auf. Ihr Vorsitzender Jürgen Althaus erklärte, dass die Planung kritisch überprüft und nach Einsparpotenzialen gesucht werden, die sinnvoll seien, um im Kostenrahmen zu bleiben und die Steigerung „möglichst moderat zu halten.“ Bürgermeister André Stahl ergänzte: „Unser Anliegen ist es, den Planungs- und Realisierungsprozess gemeinsam zu gestalten und über den Fortschritt des Bauvorhabens offen und laufend zu informieren.“ Péter Vida reicht das nicht. Er fordert, dass die Arbeitsgruppe ihren Schwerpunkt verlagern muss. „Angesichts drohender Zusatzkosten in Millionenhöhe müssen jetzt Wege der Einsparung und preiswerter Alternativen in der konkreten Gestaltung gesucht werden“, sagt der Vorsitzende der Unabhängigen Fraktion in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung. Darüber hinaus fordert er ein klares Bekenntnis der Stadtverwaltung hinsichtlich der Kosten. Während die Entwurfsplanung fast abgeschlossen ist und der Bauantrag in Kürze eingereicht werden soll, laufen bereits erste vorbereitende Maßnahmen für den Rathaus-Neubau. Seit Anfang Mai dieses Jahres tauschen die Stadtwerke unterirdische Stromleitungen aus und errichten eine Transformatorenstation an der Ecke zur Mühlenstraße. Diese Maßnahme wird voraussichtlich bis Anfang Juni dauern. Im Anschluss daran sind ab Mitte Juni Arbeiten an den Trink- und Abwasserleitungen im Bereich der Grün- und Mühlenstraße vorgesehen. Sie sollen nach aktuellem Stand bis Anfang Juni dauern. Für Ende Juni dieses Jahres ist der Umzug der Ämter geplant, die momentan noch in der Bürgermeisterstraße 25 untergebracht sind. Da das Gebäude für das neue Rathaus weichen muss, werden die Mitarbeiter in Räumen an der Zepernicker Chaussee 45 untergebracht. Der Abriss ist für August vorgesehen. Zu dieser Zeit sollen auch die Baustellenzu- und abfahrt hergestellt werden. Von den so genannten „verkehrstechnischen Erschließungsmaßnahmen“ sind unter anderem die Berliner Straße Ecke Tuchmacherstraße, die Grünstraße und die Mühlenstraße in Höhe des Mühlentors betroffen.

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