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Datum: 18.05.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Verona Radloff zeigt die Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens

Bernau (fw). Holzschnitte, Kohlezeichnungen, Malereien und Graphiken zieren derzeit die Räumlichkeiten der Bernauer Wohnungsbaugesellschaft Wobau. Die Werke von Verona Radloff sind seit Anfang April in dem Unternehmen zu sehen. Sie zeigen die künstlerische Bandbreite der Bernauerin. Auch die Motive drücken Vielfalt aus. So sind neben Porträts auch Stillleben und Landschaften zu sehen. „Hier in der Gegend gibt es eine schöne Natur, die ich gern festhalte“, sagt die Laienkünstlerin, die 2012 von Berlin nach Bernau gezogen ist. Sie geht gern vor die Haustür und hält ihre Eindrücke auf einem Bild fest. Dabei nutzt sie unterschiedliche Techniken und Materialien. Von Acryl über Aquarelle bis Pastell ist alles vertreten. Auch wenn ihre Arbeiten meist nicht politisch sind, nahm sie sich in ihren farbigen Holzschnitten dem Thema Kinderarmut an. Dabei steht genau wie bei ihren Zeichnungen der Mensch im Mittelpunkt. Eigentlich hätte Verona Radloff ihr Hobby gern zum Beruf gemacht. Doch die Vernunft siegte. Statt Kunst in Dresden studierte sie Volkswirtschaft in Berlin. Ein Grund für diese Entscheidung war ihr Mann. Er überzeugte sie davon, dass es reicht, sich neben der Arbeit künstlerisch zu entfalten. Doch Beruf und Familie ließen wenig Zeit dafür. Ihre Leidenschaft blieb aber weiterhin bestehen. Seit 2007 widmet Radloff wieder mehr ihrer Zeit der Kunst und bildet sich ständig fort. Seit 2013 probiert sie sich bei Günter Blendinger in Panketal an Graphiken aus. Einige Ergebnisse sind in Form von Kaltnadelradierungen ebenfalls zu sehen. Einen besonderen Wunsch erfüllte sich die Künstlerin 2011. Da erschien das Kinderbuch „Arne und der Eisbär“, das sie nicht nur schrieb, sondern auch illustrierte. Ausstellungen sind für Radloff inzwischen keine Seltenheit mehr. So waren ihre Werke bereits im Ratssaal in Bernau, in Berlin und in Großziethen zu sehen. Trotzdem ist es immer etwas Besonderes für sie, ihre Werke zu zeigen. „Ich bin auch der Wobau sehr dankbar, dass ich hier ausstellen kann“, sagt die Bernauerin. Die 46 Bilder sind noch bis Ende Juli dieses Jahres bei der Wobau zu sehen. Danach sind Ausstellungen in Weesow und Panketal geplant. Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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