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Datum: 11.07.2017

Über die Landesgrenzen hinweg

Städtepartnerschaft zwischen Wriezen und Hachioji (Japan)

 



In den vergangenen Tagen hatte Wriezen Besuch von einer Delegation aus der japanischen Stadt Hachioji. Die beiden Städte haben schon seit langem eine Verbindung zueinander. Entstanden ist diese durch den Arzt Dr. Nobutsugu Koyenuma, der nach dem zweiten Weltkrieg in Wriezen Seuchenkranke behandelte, bis er sich selbst mit Typhus infizierte und der Krankheit erlag.
Vom 9. bis 11. Juli war die japanische Delegation in der Stadt, um die bisher mündliche Verbindung mit einer schriftlichen Städtepartnerschaft offiziell zu machen.
Zuvor wurden die japanischen Gäste durch Wriezen und das Märkisch-Oderland geführt.
Am Montag zollten sie Dr. Koyenuma an seiner Grabstätte auf dem Wriezener Friedhof mit Blumenkränzen und Verneigungen ihren Respekt.
Dort waren unter anderem auch Natsuko Matsuo, die Nichte des verstorbenen Arztes, und Johanna Fiedler, die damals als Krankenschwester an der Seite Koyenumas gedient hatte, zugegen.
Eine rührende Geschenkübergabe fand noch vor Ort statt. Ein kleines Buch mit historischen Bildern des Arztes und seiner Familie wurde an Frau Fiedler übergeben, die es mit Freuden entgegennahm.
Danach begaben sich die Beteiligten zum Rathaus, in dem früher die Seuchenstation eingerichtet worden war, in der Koyenuma als einziger Arzt arbeitete.


Im Ratssaal betonte Takayuki Ishimori, der Bürgermeister von Hachioji, wie wichtig der Austausch zwischen den Bürgern für die Freundschaft der Städte sei.
Auch der japanische Botschafter Takeshi Yagi war zu Gast und hob die wachsende Bedeutung der Beziehung zwischen Japan und Deutschland hervor. Anschließend wurde die Städtepartnerschaft durch die Bürgermeister unterzeichnet.
Es ist die mittlerweile 54ste Partnerschaft zwischen Städten der beiden Länder.



Bericht/Kamera/Schnitt: Wilhelm Zimmermann
Redaktion: Michael Anker




 


 


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