Regionalwetter

Nachrichten

Datum: 14.07.2017
Rubrik: Gesellschaft

Wandlitz bewirbt sich um Naturparkprojekt

Vierköpfi ge Jury schaute sich kürzlich den Trafoturm an, der nun als Fledermaus-Domizil dient

Wandlitz (e.b.). Bei der Stiftung „Natur Schutz Fonds“ Brandenburg war das Wandlitzer Trafo- Projekt bereits Vorzeigeprojekt des Monats März. Jetzt hat sich die Gemeinde mit einer zum Fledermausdomizil umgebauten ehemaligen Trafostation in der Wandlitzer Warthestraße um den Titel „Naturparkprojekt 2017“ beworben. Erstmals in diesem Jahr möchte der Naturpark Barnim damit Vereine, Firmen und Institutionen, aber eben auch Kommunen oder Einzelpersonen auszeichnen, die mit Engagement und Ideenreichtum die Entwicklung des Naturparks unterstützen und begleiten. Am 4. Juli 2017 hatte sich eine mehrköpfi ge Jury – „eine bunte Mischung“ aus Mitgliedern des Naturparkkuratoriums, der Naturparkverwaltung sowie Vertreter der Landkreise Barnim und Oberhavel – auf die Reise gemacht, um sich die insgesamt vier Bewerbungen um das Naturparkprojekt 2017 vor Ort und live anzuschauen und von den jeweiligen Verantwortlichen erklären zu lassen. Mit vergleichsweise geringen fi nanziellen Mitteln - insgesamt 11.000 Euro betrug der Kostenumfang – und ebenso wenig Einsatz an Material und Arbeitszeit konnte der prägnante ehemalige Trafoturm in der Warthestraße zu einem neuen Domizil für Fledermäuse umfunktioniert werden. Das marode Dach des Backsteinturms wurde saniert und sowohl im Innen- wie im Außenbereich des Turms wurden Holzschalungen nah an der Mauer angebracht. Dahinter fi nden sich Spalten, in denen die jungen Fledermäuse geboren und großgezogen werden. Kältetolerante Arten, wie Breit-, Zwerg- oder Mopsfl edermaus, nutzen diese sogenannten „Fledermaus-Großkästen“ sogar zum Überwintern. „Der Umbau und die sinnvolle Weiternutzung dieser scheinbar unnützen Trafostation zeigt deutlich: Alte Gebäude sind mehr als nur ein Kostenfaktor oder städtebaulicher Missstand“, unterstreicht Christian Braungard, Gemeindekämmerer in Wandlitz und mitverantwortlich für dieses Projekt. Als technisches Bauwerk haben sie etwas zu erzählen und können mit etwas Phantasie eine durchaus sinnvolle neue Aufgabe erhalten.“ Welcher der vier Bewerber letztendlich das Rennen um das Naturparkprojekt 2017 macht, wird beim Naturpark- und Erntefest am 24. September 2017 am Barnim Panorama in Wandlitz bekannt gegeben.

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Einsatz wird groß geschrieben

Rüdersdorf (sd). Hilfsbereitschaft und Engagement werden am Friedrich-Anton-von-Heinitz-Gymnasium groß... [zum Beitrag]

Rückblick, Ehrungen und Starkregen

Fredersdorf-Vogelsdorf (lh). Entgegen der Norm, den Jahresempfang am Jahresanfang durchzuführen, beging... [zum Beitrag]

Internationales Jugendprojekt gefördert

Rüdersdorf (eb/sd). Knapp 30 Kinder aus Neutrebbin im Oderbruch, dem polnischen Bogdaniec und aus der... [zum Beitrag]

Eine Auszeit vom Alltag nehmen

Neuenhagen (lh). Jede Frau, die im Berufsleben steht und Familie hat, weiß, wie schwer es ist Zeit und... [zum Beitrag]

Der Straussee kann nicht sprechen

Strausberg. Die Architektin Barbara Lorenz und Prof. Dr. Hermann Herlinghaus, der an der Universität... [zum Beitrag]

Drachenboot und Zirkuszelt beschädigt

Strausberg (km/sd). Mit Schrecken stellten Norbert Krause und Andreas Köhler fest, dass sich am letzten... [zum Beitrag]

Strausberg bunt machen und entdecken

Strausberg (km/sd). Aus einer Facebook-Gruppe, die Flüchtlinge unterstützt, entwickelte sich „Strausberg... [zum Beitrag]

„Hugo“ unterstützt Polizisten

Strausberg (sd). Seit kurzem unterstützt „Hugo", ein Plüschnashorn, die Polizisten in Märkisch-Oderland... [zum Beitrag]

Verzögerung beim Ausbau

Rüdersdorf (lh). In den zweieinhalb Jahren, in denen der Tierschutzverein Strausberg, Rüdersdorf und... [zum Beitrag]