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Datum: 14.07.2017

Bewegung in der Feuerwehrgasse?

Zeitweiliger Ausschuss „Feuerwehr“ in Wriezen traf sich zur zweiten Sitzung

Wriezen (ma). Der zeitweilige Ausschuss „Feuerwehr“ in Wriezen, hat sich am Donnerstag letzter Woche zu seiner zweiten Sitzung getroffen. Wie verabredet wurde das Feuerwehrdepot Wriezen besichtigt. Das Gebäude aus dem Jahr 1855 wurde zwar 1981 schon einmal umgebaut, hat aber gravierende Mängel, wie der stellvertretende Ortswehrführer Andreas Rosch bei einer Führung demonstrierte. Die Haupthalle verfügt nur über zwei Tore hinter denen sich drei große Fahrzeuge verbergen. Das bedeutet, dass beim Ein- und Ausfahren rangiert werden muss. „Die Ausfahrt durch die Feuerwehrgasse zur Steuerstraße ist eng und birgt ein hohes Potential für Unfälle“, erklärte Stadtbrandmeister Thomas Keil. Vorschriftsmäßig müsse hier eine separate Ein- und Ausfahrt vorhanden sein. Das lasse sich aber auf diesem Grundstück nicht umsetzen. Sollte es jemals zu einem Neubau für die Feuerwehr kommen, könne er sich diesen auf einem Teil des Schützenplatzes vorstellen, so Keil. Andreas Rosch zeigte dem Ausschuss und interessierten Bürgern die neuralgischen Stellen des alten Gebäudes. Es fehlt an einer Absauganlage, die die Dieselabgase der Fahrzeuge ins Freie transportiert, die elektrische Anlage ist alt und teilweise mit Aluminiumleitungen aus DDR-Zeiten ausgeführt. Die sanitären Anlagen haben den zweifelhaften Charme der 1980er Jahre und es gibt keine Trennung der Geschlechter. Der Platz in der Fahrzeughalle ist so eng, dass zwei Fahrzeuge nicht zugleich ihre Türen öffnen können. Das gilt auch für die Abstände zu den Wänden. Die Tore lassen sich nicht automatisch schließen, sodass einer der Kameraden warten muss bis sie heruntergefahren sind. Auch die energetische Situation des Hauses ist schlecht. Im Schulungsraum sind die Fenster undicht. Zudem ist es aufgrund fehlender Isolierung im Sommer sehr heiß und im Winter kalt. Gleiches gilt für den Teil des Gebäudes indem die kleinen Fahrzeuge untergebracht sind. Nach der deprimierenden Besichtigung des Feuerwehrdepots, das immerhin der Standtort einer „Stützpunkt-Feuerwehr“ ist, ging es weiter zur Sitzung ins Wriezener Rathaus. Peggy Mix, Sachbearbeiterin der Stadtverwaltung für den Brandschutz, hatte dort eine Präsentation vorbereitet und erläuterte Zahlen, Fakten und Statistiken über die Wriezener Wehren. Sie legte quasi eine Inventarliste vor, in der nun alle Fahrzeuge, Geräte und die Bekleidung der Feuerwehrleute erfasst sind. Ein Großteil der Fahrzeuge ist demnach von Anfang der 1990er Jahre. Es wurde von Ausschussmitgliedern kritisiert, dass die letzten drei Fahrzeuge alte Gebrauchtwagen waren. Bürgermeister Uwe Siebert erklärte, dass das daran lag, dass drei Fahrzeuge unerwartet ausgefallen waren und schnell Ersatz gefunden werden musste. Planmäßig können neue Fahrzeuge nur angeschafft werden, wenn sie im Haushaltsplan der Stadt erfasst sind und von den Stadtverordneten beschlossen wurden. Auch der Ausbildungsstand der Kameraden ist in den neuen Listen erfasst. Andreas Rosch erklärte den Abgeordneten wie aufwendig und langwierig die Ausbildung ist, und wie viele Wochenenden die Kameraden dafür opfern müssen. Guido Konitzer erläuterte dem Ausschuss wie die Alarm und Ausrückeordnung der Feuerwehr organisiert ist. Auch die Frage nach dem Brandschutzkonzept und der Gefahren- und Risikoanalyse des Mittelbereichs wurde erneut gestellt. Siebert antwortete, dass diese vom Amtsdirektor des Amtes Barnim-Oderbruch, Karsten Birkholz, bei der beauftragten Firma „Forplan“ angemahnt wurden. In der nächsten Sitzung des Ausschusses in vierzehn Tagen sollen die Gerätehäuser in Schulzendorf und Lüdersdorf besichtigt werden.

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