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Datum: 10.08.2017
Rubrik: Gesellschaft

1. September: Baustart bei der Feuerwehr

Bad Freienwalde beginnt mit zweijährigem Umbau / Feuerwehr und Rettungsdienst künftig in einem Gebäude

Bad Freienwalde (ma). Anfang September, also in etwa drei Wochen soll der Startschuss für den Neubau des Feuerwehrhauses in Bad Freienwalde fallen. Darüber informierte Bürgermeister Ralf Lehmann am Dienstagabend auf einer Anwohnerversammlung. Anwohner waren allerdings nur in geringer Zahl erschienen. Die Baugenehmigung sei am 31. Juli 2017 erteilt worden und am 3. August im Rathaus eingegangen, so Lehmann. Auch die Finanzierung sei geklärt und vom Landkreis genehmigt. Zwar sei von der Investitionsbank Brandenburg grünes Licht für den Baustart gegeben worden, aber der Zuwendungsbescheid über die Fördermittel liege noch nicht vor. Wenn es eine Finanzierungslücke geben würde, sei die Stadt in der Verpfl ichtung diese zu decken. Nach unserer Einschätzung ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr gering“, so der Bürgermeister. Vilco Scholz wurde für das gesamte Bauvorhaben als Generalplaner eingesetzt. Er begleitet das Projekt schon seit der ersten Stunde. Scholz hat einen Bauablaufplan erstellt, der sich über zwei Jahre erstreckt und sehr ambitioniert ist. Da auf dem vorhandenen Areal gebaut werden soll, sind einige Schwierigkeiten vorprogrammiert. Es muss in Etappen gebaut werden. Zum einen muss die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr gewährleistet sein und zum anderen sollen parallel dazu umfangreiche Tief- und Hochbauarbeiten ausgeführt werden. Vilco Scholz erklärte im weiteren Verlauf die einzelnen Bauschritte des Vorhabens. So wird am 1. September mit den Abbrucharbeiten an einem Teil der hinteren Gebäude begonnen. Zeitgleich werden grobe Erdarbeiten und Bodennivellierungen vorgenommen. Das Gebäude, das von der Rettungswache genutzt wird bleibt bis Mitte 2018 stehen und soll solange weiter genutzt werden. Später wird die Rettungswache um ein zweites Fahrzeug verstärkt und in die Feuerwache einziehen. Die Verwaltung der Gemeinnützige Rettungsdienst Märkisch- Oderland GmbH wird in ein neues Gebäude nach Strausberg umziehen, informierte der Geschäftsführer des Rettungsdienstes, Armin Viert. Ab Sommer 2018 sollen die restlichen Gebäude abgerissen und mit dem Neubau fortgefahren werden. Verläuft alles nach Plan, können Feuerwehr und Rettungsdienst Ende 2019 ihr neues Dienstgebäude in Besitz nehmen. Anwohner Hans-Joachim Mechelke fragte mit Verweis auf die Schwierigkeiten beim Bau des Berliner Flughafens und der Elb-Philharmonie: „Was passiert wenn der Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann, werden dann Schulden gemacht?“ Aus kaufmännischer Sorgfaltspfl icht sei die Kostenschätzung bereits um zehn Prozent auf 5,5 Millionen Euro angehoben worden. Bei Kostensteigerungen müsse die Stadt mit erhöhten Eigenanteilen oder Kreditaufnahmen einspringen. „Das wird uns nicht erspart bleiben“, gab Lehmann zu bedenken. Bis auf wenige Ausnahmen seien Bauvorhaben der Stadt mit Kostenerhöhungen abgeschlossen worden. Was unter anderem daran läge, dass es schwierig sei überhaupt Baubetriebe für die Ausschreibungen zu fi nden. Diese Markt-Lage ziehe höhere Preise nach sich.

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