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Datum: 10.08.2017
Rubrik: Gesellschaft

Radeln gegen den Krebs

Benefi z-Radtour machte Zwischenstopp bei der Kindernachsorgeklinik in der Bernauer Waldsiedlung

Bernau (vk). Zum 34. Mal traten vom 2. bis 5. August 2017 wieder über 180 namhafte Sportler, Politiker, Ärzte und Bürger kräftig in die Pedale, um krebskranke Kinder zu unterstützen. Die „Tour der Hoffnung“ machte am Freitag vergangener Woche auch Station in der Kindernachsorgeklinik in Bernau, wo man die Teilnehmer der Benefi z- Radtour begeistert in Empfang nahm. Kinder, Eltern und Freunde versammelten sich vor der Klinik in der Waldsiedlung, um die sportlichen Unterstützer mit Trillerpfeifen und viel Applaus zu feiern. Über 180 Radfahrer tourten von Mittwoch bis Samstag durch Hessen, Berlin und Brandenburg, machten Station bei Firmen und Kliniken und sammelten Spenden für krebskranke Kinder. Bei Deutschlands größter privat organisierter Benefi z-Radtour kamen in den vergangenen 33 Jahren über 34 Millionen Euro zusammen. Die begünstigten Institutionen investieren den Erlös in Forschung, Betreuung, Projekte oder Anschaffungen. Die Kindernachsorgeklinik nutzt das Geld für einen medizinischen Trainingsraum an ihrem neuen Standort in Strausberg. Der Umzug steht kurz bevor, bis 2018 muss der Standort verlegt sein. „Wir leben in gekündigter Stellung. Unser Mietverhältnis endet zum 31. Dezember 2018. Wir wissen natürlich, dass das nicht realisierbar ist“, so Geschäftsführerin Sandra Bandholz. „Ich denke, dass wir 2019/2020 umziehen.“ Für den Umzug, die Einrichtung und natürlich für die Arbeit der Klinik wird viel Geld benötigt. Unter dem Motto „Gemeinsam zurück ins Leben“ unterstützt die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg Familien, deren Kinder an einer lebensbedrohlichen Herz- oder Krebserkrankung leiden und hilft ihnen, ihr Schicksal gemeinsam zu meistern und Kraft für den Alltag zu tanken. Bundesweit gibt es nur fünf Einrichtungen dieser Art. Wie viel Geld bei der Tour der Hoffnung zusammenkam und wie viel davon an die Bernauer Klinik geht, bestimmt eine Kämmerei in Gießen. Der Spendenbetrag ist für die Teilnehmer dabei fast zweitrangig, denn in erster Linie geht es um ein sportlich-gesellschaftliches Miteinander zum Wohle der Kinder. Es wird mehr Geld benötigt, um die verstärkten Anstrengungen in der Krebsforschung zu unterstützen, um neue Behandlungskonzepte zu erarbeiten sowie die pfl egerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder zu verbessern. Für diese Ziele rollt die „Tour der Hoffnung“. „Kinder, denen es nicht gut geht, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, muss man einfach unterstützen. Und wenn man das tun kann, mit Dingen, die Spaß machen, wie zum Beispiel Radfahren, dann tun wir das alle sehr gern. Wir freuen uns auch jedes Jahr darauf, dass wir endlich wieder starten können“, erklärt Marina Kielmann, ehemalige Eiskunstläuferin und Teil der Benefi z-Tour. Abgerundet wurde der Tag in der Klinik vom einem Sommerfest. Musikalisch begleitet wurde das Fest von Leona Heine, die unter anderem Songs aus ihrem Album „Mal mich bunt“ präsentierte. Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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