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Datum: 10.08.2017
Rubrik: Sport

Mit breiterem Kader in neue Saison

Der FV Preussen Eberswalde trifft in der Brandenburgliga- Saison 2016/2017 auf drei Barnimer Vereine. Neben der TSG Einheit Bernau und SG Union Klosterfelde schaffte der FSV Bernau den Aufstieg in diese Liga. Kurz vor dem Saisonstart 2017/2018 sprach Udo Kalms mit dem Präsidenten des FV Preussen Eberswalde, Danko Jur.



Herr Jur, die Konkurrenz aus dem Barnim hat sich für den FV Preussen Eberswalde auf drei Teams erhöht. Können Sie sich da auf die Derbys noch freuen oder ist der Druck zu hoch?



Danko Jur: Derbys sind im Fußball immer eine besondere Sache, zumal mit dem FSV Bernau ein sehr ambitionierter Aufsteiger in die Brandenburgliga kommt. Vor allem sind solche Spiele aber auch besonders interessant für die Zuschauer aus unserer Region, so dass wir auf einen regen Zuspruch hoffen können. Die beiden Spiele gegen Union Klosterfelde und gegen den FSV Bernau wurden daher auch auf Freitagabend verlegt.



Zum Saisonende kam die Eberswalder Elf auf den 10. Platz in der Brandenburgliga, obwohl ein einstelliger Rang als Ziel ausgegeben war. Sind Sie trotzdem zufrieden?



Die Saison verlief nicht immer zufriedenstellend, aber am Ende haben wir relativ souverän die Klasse gehalten. Wir hatten während der Saison auch viel mit Verletzungspech, Sperren und ähnlichem zu tun. Da unser Kader nicht allzu breit aufgestellt war, hatten wir gerade in der ersten Saisonhälfte große Probleme. Dennoch ist es dem Trainerteam und uns allen gelungen, die Mannschaft während der Saison zu einer Einheit zu formen und so die nötigen Punkte für den Klassenerhalt und den 10. Platz einzufahren. Brandenburgliga ist unser Anspruch als Verein. Wir wollen damit auch die höchste Brandenburger Spielklasse für unsere Stadt erhalten. Freiwillige Rückzüge anderer Mannschaften wie zum Beispiel Schöneiche zeigen, dass auch dies kein leichtes Unterfangen ist. Unser Ziel ist es, langfristig diese Klasse zu halten und den Zuschauern guten Fußball zu bieten. Wir sind dabei sehr froh, dass wir hier auch viele treue Sponsoren an unserer Seite haben, ohne die vieles gar nicht möglich wäre.



Die Brandenburgliga-Elf hat oft ein gutes Spiel gezeigt, aber die Chancenverwertung war oft haarsträubend. Wird das in der kommenden Saison besser?



Ich denke, wir haben unsere Lehren aus der letzten Saison gezogen. Wir haben den Kader nun breiter aufgestellt und gerade auch für die Offensive Spieler mit Erfahrung in der Ober- und Brandenburgliga geholt, die die Abgänge unserer Offensivkräfte der letzten Saison schließen und uns auch hinsichtlich der Chancenverwertung verbessern sollen. Ich fi nde, wir haben jetzt eine ganz gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern beisammen. Nun gilt es die Neuzugänge schnell zu integrieren und eine mannschaftliche Geschlossenheit auf dem Platz zu erreichen. Nichtsdestotrotz werden die Punkte nicht einfach so vom Himmel fallen, da die Liga in diesem Jahr wahrscheinlich noch ausgeglichener und von der Qualität her hochkarätiger als im letzten Jahr besetzt sein wird.



Welche Verstärkung gibt es für die neue Saison bei der Ersten?



Erst einmal bin ich froh, dass wir relativ viele Spieler der letztjährigen Mannschaft halten konnten und so schon über ein gutes Grundgerüst verfügen. Dazu kommen dann insgesamt neun Neuzugänge. Mit Soheil Gouhari konnten wir einen Spieler zu uns locken, der zuletzt beim Regionalliga- Aufsteiger Germania Halberstadt aktiv war und in der Oberliga bereits erfolgreich gezeigt hat, dass er Tore erzielen kann. Mit Gerischer Valentim im Angriff, Hakan Demirel für die Außenbahn und Fatih Aydogdu für das offensive Mittelfeld stoßen drei weitere Leute mit Oberliga- Erfahrung zu uns. Hinzu kommen mit Dennis Aerts von Klosterfelde, Marvin Wegner von Guben und Lars Schöffel vom RSV Eintracht, Spieler, die bereits gezeigt haben, dass sie in der Brandenburgliga bestehen können. Mit Florian Peka als Torwart und Außenbahnspieler Enrico Schöffel konnten wir weiterhin zwei junge talentierte Leute gewinnen, die sicher auch ihre Einsatzzeiten bekommen werden.



Wie heißt das Saisonziel vom FV Preussen Eberswalde in der Brandenburgliga?



Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.



Haben auch Akteure aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die beiden Männermannschaften geschafft?



Zwei Spieler unserer letztjährigen A-Junioren absolvieren die Vorbereitung bei der 1. Mannschaft. Je nachdem wie die Trainingseindrücke sind, könnten sie dann vielleicht den Sprung in die Brandenburgliga- Mannschaft schaffen. Weiterhin werden vier Spieler aus dem Nachwuchs den Kader der zweiten Mannschaft verstärken und mit ihrem Talent dort sicher auch eine gute Rolle spielen.



Die zweite Männermannschaft erreichte zum Saisonende in der Kreisoberliga einen doch enttäuschenden elften Rang. Woran lag es? Es war eine schwierige Saison bei der Zweiten. Wir hatten dort aufgrund berufs- und verletzungsbedingter sowie persönlicher Spielerausfälle doch einige Probleme. Am Ende wurde aber auch hier der Klassenerhalt erreicht, so dass man auch da relativ zufrieden sein kann.



Wo wird FV Preussen Eberswalde II am Saisonende 2017/ 2018 stehen?



Wir hoffen natürlich, dass unsere A-Junioren und einige weitere Zugänge frischen Wind bringen und so auch die Qualität ein Stück weit anheben. Aber auch die Kreisoberliga wird in dieser Saison ausgeglichener sein, so dass wir hier als Ziel den Klassenerhalt anstreben.



Wie sind Sie mit der Nachwuchsarbeit im Verein zufrieden?



Im Großen und Ganzen sind wir mit der Arbeit des Nachwuchsbereiches zufrieden, auch wenn es in manchen Altersklassen sportlich nicht so erfolgreich lief. Im Nachwuchsbereich ändern sich die Vorzeichen manchmal auch von Saison zu Saison durch die Verschiebungen in den einzelnen Jahrgängen, so dass wir positiv in die neue Saison gehen.



Wir sind weiterhin mit allen Altersklassen im Landesspielbetrieb vertreten und hoffen natürlich, dass wir in Zukunft auch einige Spieler unseres Nachwuchses in den Herrenbereich integrieren können.

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