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Datum: 07.09.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

„Macht und Pracht“

Zahlreiche Orte öffnen am Sonntag zum Tag des offenen Denkmals ihre Türen

Märkisch-Oderland (ma). Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz am zweiten Sonntag im September den Tag des offenen Denkmals bundesweit. An diesem Sonntag laden im Landkreis und in ganz Deutschland rund 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten zum Besuch ein. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Macht und Pracht“. Das Motto bezieht sich auf Denkmale, die weltliche und religiöse Machtverhältnisse abbilden: prächtige Schlösser, mächtige Kirchen, Patrizierhäuser mit aufwendigem Bauschmuck oder große historische Fabrikhallen. Es öffnen aber auch Denkmale ihre Türen, an denen sich Machtmissbrauch erklären lässt und solche, die an die Armut und Ohnmacht ihrer Zeit und Bewohner erinnern.


Viele historische Dorfensembles und Einzeldenkmale wie Kirchen und Gutshäuser im Oderbruch wurden in den letzten Jahren aufwändig saniert und laden an diesem Sonntag zur Besichtigung ein. Besucher können sich so einen Überblick über die vielen, oft ehrenamtlichen, Bemühungen zum Erhalt dieser Gemäuer machen.


Einer dieser Orte ist das Schloss Neuenhagen bei Bad Freienwalde. Dort hat das Besitzer-Ehepaar Christina Bohin und Andreas Unterberger aus den einst runtergekommenen Uchtenhagen- Schloss einen schönen Ort der Kultur gemacht.


„In der Tat erscheint auch uns selbst nach nunmehr sechs Jahren Sanierung das alte Schloss Neuenhagen in manchen Momenten besonders „prächtig“, wenn am Morgen, die ersten Sonnenstrahlen den feuchten Kalkputz abtrocknen und die Fassade regelrecht erstrahlen lassen. An diesem Anblick kann man sich einfach nicht sattsehen“, schwärmt der Schlossherr. „Macht geht heute keinerlei mehr vom Hause aus - eher kann man von Magie und Zauber sprechen, der dem alten Schloss innewohnt. Ein Zauber der auch daher rührt, dass so viele unterschiedliche Menschen einkehren“, so Andreas Unterberger weiter. Führungen durch das Haus gibt es um 11, 13 und 16 Uhr.


Kultur gibt es in der Kirche von Cöthen zu sehen. Dort hat Inge Gellert die diesjährige Kunstaktion „Sommers Blau“ eingerichtet. Ab 10 Uhr ist Karin Kerkmanns „Transitions“ zu sehen. Eine Installation und Fotoserie zum Cöthener Kultursommer der Jahre 2015 bis 2017. Paul Scherhag der „Singende Bauer ist mit A-Capella-Gesang Kirchenliedern und Volksweisen zum Mitsingen ab 16 Uhr zu Gast. Dazu lädt das Dorf Cöthen zu Kaffee und Kuchen ein.

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