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Datum: 22.09.2017

„Brücke“ mit neuer Mitte und Erweiterung

Synthese aus Quartiersplatz und Erweiterung des Gymnasiums – Baustart wohl im Sommer 2018


Rüdersdorf (sd). Die Vorgabe des nichtoffenen Ideen- und Realisierungswettbewerbs war nicht einfach, wie die Verantwortlichen der Gemeinde bei Berlin und des Landkreises bestätigten. Doch unter 15 eingereichten Entwürfen fanden sich zahlreiche Ansätze und Vorschläge.


Eine städtebaulich und architektonisch attraktive Lösung zur Umgestaltung des Quartiersplatzes im Wohngebiet Brückenstraße/Friedrich-Engels-Ring und den Neubau der Erweiterung des Heinitz-Gymnasiums war zu finden. In der Preisgerichtssitzung Anfang September wurden die eingereichten Entwürfe ausgewertet, die Ergebnisse jetzt bekannt gegeben.


Insgesamt sechs Preise – vier Platzierungen und zwei Anerkennungen wurden vergeben. Mit dem Architekturbüro Sander Hofrichter setzte sich letztlich kein Unbekannter durch. Auch der Erweiterungsbau der Grund- und Oberschule im Wohngebiet geht auf das Berliner Büro zurück. Während die Pläne den Erweiterungsbau des Gymnasiums L-förmig vor den Bestandsbau setzen und ihn durch einen Übergang miteinander verbinden, bleibt der Quartiersplatz in Richtung Zufahrt von der Brückenstraße offen, grün und wird mit einem Pavillon ergänzt.


Landrat Gernot Schmidt betonte, man habe sich bewusst für eine Erweiterung des bestehenden Standortes entschieden und gebe dem Quartier so städtebaulich ein neues Gesicht. „Wir wollen das Quartier aufwerten. Nachdem erst zwei Blöcke abgerissen wurden, fügt sich der markante neue Baukörper gut in den Bestand ein, Sichtachsen und Wege bleiben erhalten", so Bürgermeister André Schaller. An lange Diskussionen, zahlreiche Aspekte und Meinungen in einer beinahe dreizehnstündigen Preisgerichtssitzung erinnerte indes der Vorsitzende Dirk Bopst. Mit Fach- und Gruppenräumen, Aula, Mensa und offenem Schulhof böte die gymnasiale Erweiterung Platz und Möglichkeiten für zukünftiges Lernen an einem bewährten Standort hieß es weiter.


Straßensozialarbeiter Dieter Müller lobte die Integration in das bestehende Wohngebiet und die offene Gestaltung. „Der Übergang erhält den Durchblick, der Bau ist nüchtern, zweckmäßig und dennoch schön", urteilte Anwohnerin Renate Radoy. Stefanie Bombach vom Projekt soziale Stadt bezeichnete den Siegerentwurf als „beste Idee zum Quartiersplatz", da er eine Lösung für die Gemeindejugendarbeit biete und zahlreiche Möglichkeiten für die Belebung des Quartiersplatzes offen halte.


Nach erfolgten Ausschreibungen könnte der Bau voraussichtlich im Sommer nächsten Jahres beginnen. Laut Gernot Schmidt investiert der Landkreis über 14 Millionen Euro in den Erweiterungsbau und die neue Turnhalle des Gymnasiums.



BU: Vor dem Siegerentwurf: Gernot Schmidt, Architektin Dominica Sander und André Schaller (von links).     Foto: BAB/sd


 



 


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