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Datum: 05.10.2017
Rubrik: Gesellschaft

Die Ernte und das Leben gefeiert

Deutsch-polnisches Erntefest in Altranft zog wieder hunderte Besucher an

Altranft (ma). Das traditionelle deutsch-polnische Erntedankfest am 1. Oktober in Altranft, einem Ortsteil von Bad Freienwalde, ist seit Jahren ein Beleg für die Gemeinsamkeiten beiderseits der Oder. Der Grenzfl uss trennt hier nicht, er verbindet beide Kulturen. Die Nachbarn präsentierten auf dem Dorfanger des Museumsdorfes ihre musikalischen und kulinarischen Unterschiede. Erstmals hatte das Team des Oderbruch Museum Altranft - Werkstatt für ländliche Kultur die Fäden der Organisation in der Hand. Unterstützt wurde es durch den Altranfter Traditionsverein e.V.. Dementsprechend nervös zeigte sich Programmleiter Dr. Kenneth Anders, weil sich die polnische Big Band verspätete. Die Aufregung verfl og, als die Musiker ihre Instrumente auspackten und auf der Bühne Platz nahmen. Zuvor hatte sich nach einem gemeinsamen ökumenischen deutsch-polnischen Erntedankgottesdienst der Dorfanger schnell mit hunderten Gästen gefüllt, die auf den Ernteumzug warteten. Er ist der Höhepunkt des jährlichen Festes. Geschmückte Erntewagen zeugten von der bäuerlichen Vergangenheit und Gegenwart der Region. Da ein Teil der Erntewagen von alten Traktoren gezogen werden, ist der Umzug auch immer ein Fest für die Liebhaber alter Landtechnik. Gorzowska Orkiestra Deta, eine fulminante polnische Big Band mit einem Tanzensemble heizte anschließend den Zuschauern kräftig ein. Zu hören waren zudem die Oderbrucher Blasmusik aus Alt Tucheband, der Torsten- Riemann-Chor aus Bad Freienwalde sowie der polnische Volksmusik-Chor Kobylanka. Der Bauern-Markt wurde in diesem Jahr konsequent auf regionale Anbieter fokussiert. Essen, Trinken und Handwerk aus dem Oderbruch und den polnischen Nachbarorten geben sich auf dem Dorfanger ein Stelldichein. Honig, Bratwurst und Fleisch, Brot und Salz, Gemüse und Likör, aber auch Holz, Wolle und Keramik fanden viele Abnehmer. Zahlreiche Besucher nutzten das Fest, um zugleich die Ausstellungen des Oderbruch Museums Altranft im Schloss zu besichtigen. „Das Bruch und sein Wasser“ lautet dort das Jahresmotto. Es wirft ein Licht auf 300 Jahre Leben der Menschen mit der Oder und der Geschichte einer so entstandenen Kulturlandschaft.

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