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Datum: 12.10.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Werner Klemke Ausstellung in Birkholz

Rosemarie Spießer holt Werke des Illustrators in die Stadt

Es ist kein Geheimnis, dass sich Birkholz gut entwickelt. Nach dem erfolgreichen Kampf engagierter Bürger des Bernauer Ortsteils wurde dort ein Dorfgemeinschaftshaus gebaut, das die Birkholzer mit Leben füllen.


Nun soll das Dorfgemeinschaftshaus auch zu einem künstlerischen Kulturzentrum werden. Nachdem dort bereits eine Ausstellung über die Birkholzer Geschichte gezeigt wurde, ist seit Ende September dieses Jahres eine Sammlung von Werken Werners Klemkes zu sehen. Der bekannte Gebrauchsgrafiker wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum scheint aber in der Region relativ wenig gewürdigt zu werden. Rosemarie Spießer, die seit 20 Jahren in Birkholz lebt, wollte dem Berliner und seinen Werken gedenken. Also ließ die 89-Jährige ihre Kontakte spielen und so fanden 40 Entwürfe für das „Magazin“ aus einer Galerie in Weißensee ihren Weg über die Landesgrenze nach Bernau. Darüber hinaus schickten viele Antiquare Bücher nach Birkholz, die mit Bildern von Klemke verziert sind. All das ziert noch bis zum 22. Oktober 2017 das Dorfgemeinschaftshaus in Birkholz. Rosemarie Spießer, die gern die Rolle der Kuratorin der Klemke-Ausstellung übernommen hat, hielt sich einst durch ihre Familie in den gleichen Kreisen wie Werner Klemke auf und traf den Illustrator ab und zu. Wer sich ein Bild vom Schaffen Klemkes machen möchte, hat dazu noch dieses und nächstes Wochenende die Gelegenheit. In diesem Samstag und Sonntag ist die Ausstellung jeweils von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Am darauffolgenden Wochenende öffnet sie ein letztes Mal, bevor einige der Werke zurück nach Berlin gehen, wo sie bei einer Ausstellung im Prenzlauer Berg gezeigt werden. Am Sonntag, dem 22. Oktober, wird als Abschluss der Dokumentarfilm „Treffpunkt Erasmus – Die Kriegsjahre von Werner Klemke im Dorfgemeinschaftshaus gezeigt. Alle Besucher, die gern eines der auf Tischen ausgelegten Büchern haben möchten, können sich in ein entsprechendes Büchlein eintragen.


Am letzten Ausstellungstag werden die von Klemke illustrierten Bücher dann verschenkt – gern auch gegen eine kleine Spende. Allerdings gilt dabei der Grundsatz, wer zuerst kommt, malt zuerst.


 


Bericht: Frank Wollgast


Kamera: Jan Mader


Schnitt: Thomas Hinkel

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