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Datum: 12.10.2017

100 sturmbedingte Einsätze und viele Nachwirkungen

Freiwillige Feuerwehr und Bernauer Bauhof durch „Xavier“ im Dauereinsatz / Aufräumarbeiten werden Monate dauern

Bernau (fw). Ein ruhiger Wochenausklang sieht anders aus. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bernau hatten am Ende der vergangenen Woche und dem letzten Wochenende jede Menge zu tun. Durch den Sturm „Xavier“, der auch im Barnim vielerorts Bäume entwurzelte und Äste auf Straßen wehte, waren sie vom Nachmittag vergangener Woche Donnerstag bis Freitagabend mehr als 90-mal zu sturmbedingten Einsätzen unterwegs. Die Kameraden waren dabei mehr als 24 Stunden im Einsatz. Am Wochenende rückten sie auch vereinzelt aus, um Sturmschäden zu beseitigen. Die Löschgruppen und -züge aus der Stadt Bernau und den Ortsteilen Schönow, Lobetal, Ladeburg und Birkholz wurden insgesamt inklusive Samstag und Sonntag zu 100 Einsätzen gerufen. Dabei haben die freiwilligen Helfer hauptsächlich schief stehende oder gespaltene Bäume abgetragen und zahlreiche Straßen, Wege und Plätze von Ästen und Bäumen befreit. Während es in anderen Landkreisen auch Todesofper durch den Sturm gab, wurden im Barnim nur wenige Verletzte verzeichnet. Eine Autofahrerin wurde in der Nähe der Autobahnbrücke auf der Zepernicker Chaussee von einem herabfallenden Starkasten schwer verletzt. Zwei Kinder, die sich in dem Pkw befanden, wurden nicht verletzt. Auch der Bauhof der Stadt Bernau war schnell im Einsatz. Seit vergangener Woche Freitag, also einen Tag nach dem Sturm, sind seine Mitarbeiter dabei die verwüsteten Wege in der Innenstadt und den Ortsteilen zu beräumen. In den nächsten Wochen werden sie sich auch den Schäden zuwenden, die im Waldinneren verursacht wurden. Bis dahin werden die Bürger seitens der Bernauer Stadtverwaltung gebeten, den Stadtpark und den Stadtwald vorerst zu meiden. Gefahrenstellen sollten unbedingt großräumig umgangen werden. „In manchen Baumkronen befi nden sich noch abgebrochene Äste, von denen zu erwarten ist, dass sie bald herunterfallen. Teilweise sind Bäume ineinander verkeilt, stehen die Stämme je nach Lage unter Spannung, können sich plötzlich lösen, auseinander brechen und auch eine ganze Zeit nach dem Sturm noch eine Gefahr darstellen“, so Marco Böttcher vom städtischen Bauamt. Im Stadtwald sind besonders die Buchenbestände, vor allem der Wald am Liepnitzsee, betroffen, da der Boden aufgeweicht und die Bäume voll belaubt waren. Ersten Schätzungen der Stadtverwaltung zufolge fi elen „Xavier“ mehr als 1.000 Festmeter Holz zum Opfer. Das entspricht einem durchgehenden Wald auf der Fläche von über fünf Fußballfeldern. In der Realität aber liegen die geschädigten und umgestürzten Bäume oft weit auseinander. Die Aufräumarbeiten werden daher noch Wochen, wenn nicht gar Monate in Anspruch nehmen. Sowohl die Freiwillige Feuerwehr als auch die Stadtverwaltung und der Bauhof heben hervor, dass die Zusammenarbeit zwischen ihnen reibungslos funktioniert hat. Die Auswirkungen des Sturms machten sich auch auf die Einsatzzahlen der Freiwilligen Feuerwehr bemerkbar. Sie wurden vergangene Woche Samstag auf der jährlichen Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit in der Bernauer Stadthalle vorgestellt. So rückten die Feuerwehrmänner und -frauen bis zum Veranstaltungstag 403- mal in diesem Jahr aus. Im selben Zeitraum im Vorjahr waren es 324 Einsätze. Den Großteil machten dabei 316 Hilfeleistungen aus, rund 100 davon kamen allein durch „Xavier“ zusammen. Im vergangenen Jahr belief sich die Zahl der Hilfeleistungen auf bis Anfang Oktober auf deutlich geringere 209.

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