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Datum: 10.11.2017

Förderungen und Steuernachlässe gewährt

Landesregierung unterstützt nach den schweren Herbststürmen Waldbesitzer in vielfältiger Weise

Barnim (ma). Zwei Herbststürme innerhalb kurzer Zeit haben deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Kaum waren die Schäden von „Xavier“ einigermaßen registriert, sorgte Sturmtief „Herwart“ für schwere Schäden auch in Brandenburg. Bereits nach „Xavier“ beträgt die Schadmenge für den Gesamtwald im Land Brandenburg nach Schätzungen des Landesbetriebs Forst eine Million Festmeter Holz. Das entspricht anderthalb bis zwei Millionen Bäumen. In einem normalen Wirtschaftsjahr werden in den 1,1 Millionen Hektar Wald Brandenburgs zirka 4,5 Millionen Festmeter geschlagen. Somit wurde schon durch den ersten Sturm fast ein Viertel der Jahresschlagsmenge umgeworfen. Diese Holzmenge hat einen Wert von zirka 48 Millionen Euro.



Das brandenburgische Landwirtschaftsministerium stellt jetzt Fördermittel zur Wiederverjüngung von geschädigten Beständen zur Verfügung. Förderfähig sind insbesondere flächige Schäden mit zahlreichen Würfen auf einer Fläche, nicht jedoch Einzelwürfe und Schäden auf Kleinstfl ächen. Die Förderung gilt für alle Bestandsalter und Baumarten. Der nächste Antragstermin ist der 15. Februar 2018, somit bleibt genügend Zeit für die fachliche Sondierung und Antragstellung. Die Oberförstereien und private forstliche Dienstleister stehen den Waldbesitzern beratend zur Seite. Mitglieder in Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) sollten sich an ihre FBG wenden. Weiterhin können Waldbesitzer für ihr Sturmholz eine 50-prozentige Einkommenssteuerermäßigung für außerordentliche Holznutzungen bei ihrem Finanzamt beantragen, heißt es aus dem Ministerium.



Ältere Baumbestände halten viele kleine Bäume in der unteren Waldschicht als Verjüngungsreserve vor. Kommt es nun zu Schäden im Altholz, so steht die nächste Baumgeneration bereits bereit, um die vielfältigen Aufgaben des Waldes zu übernehmen.



Die durch beide Stürme gebrochenen und geworfenen Bäume werden nicht alle aufgearbeitet. Vielmehr verbleiben viele von ihnen als Totholz im Wald, um langsam zu zerfallen und Pilzen, Kleintieren oder Insekten als Lebensraum zu dienen. Etwa fünfzig Jahre würde ein Baum auf diese Weise dem Wald weiterhin nutzen, heisst es dazu aus forstlichen Fachkreisen.

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