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Datum: 10.11.2017
Rubrik: Kunst & Kultur

Kleine Schätze, große Kunst

Wandlitzer Kunstmarkt allseits beliebt / Kommission vergab 32 Stellplätze unter 55 Bewerbern

Wandlitz (wz/fw). Ein Gemälde in Knülltechnik, eine Lampe, die einer Wolke ähnelt oder doch lieber eine handgetöpferte Blumenvase? Die Qual der Wahl hatten am vergangenen Wochenende die Besucher der Kulturbühne „Goldener Löwe“ in Wandlitz. Dort versammelten sich wieder viele regionale Künstler, um ihre selbstgemachten Werke auf dem Wandlitzer Kunstmarkt zu präsentieren. An zwei Tagen konnten sich Interessierte an den zahlreichen Ständen ein Bild der regionalen Vielfältigkeit machen, mit den Künstlern ins Gespräch kommen und die schönsten Kreationen erwerben. Für die Künstler dient die Veranstaltung auch dazu, untereinander Kontakte zu knüpfen und sich mit Kollegen zu unterhalten. Der Markt fand zum 4. Mal statt und erfreute sich sowohl bei den Besuchern als auch den Ausstellern so großer Beliebtheit, dass die Organisatoren diesmal eine Auslese vornehmen mussten. Laut Organisator Michael Günther gab es in diesem Jahr 55 Bewerber, aber nur 32 Plätze. Eine Kommission traf die Entscheidung, wer mitmachen kann und wer nicht. „Wichtig war uns dabei eine Vielfältigkeit der Genre und eine gute Qualität“, so Günther, der die Veranstaltung im Auftrag der Gemeinde Wandlitz gemeinsam mit seiner Frau auf die Beine stellte. Wer einen Platz unter den Ausstellern haben wollte, musste seine Werke vorlegen, so dass sich die Mitglieder der Kommission ein genaues Bild von der Kunst machen konnten, um dann eine Zu- oder Absage zu erteilen. Bei einer Tour entlang der Stände zeigte sich die ganze Bandbreite der Aussteller. Von Holzkunstwerken, Gemälden und Schachbrettern bis hin zu Skulpturen, in Handarbeit gefertigte Keramik- und Töpferwaren, künstlerische Seifen aus Ziegen- und Schafsmilch, Textilkunst und viele andere Produkte fanden bei der Kunst- Schau ihren Platz. Annegret Ruhland hat das Auswahlverfahren überstanden und präsentierte „Natur im Glas“. Die Künstlerin hat eine Leidenschaft für Blüten und Gewächse aller Art. Sie pfl ückt und presst sie, bevor sie hinter ein Glas gelegt und ansprechend arrangiert werden. Dann kommt ein Rahmen um das Glas, den die Künstlerin in der Tiffany-Technik verlötet. Obwohl Glas von Natur aus zerbrechlich ist, sind ihre Werke durchaus robust. „Man kann sie beispielsweise als Fensterschmuck nutzen und wenn man sie mal berührt, gehen sie nicht kaputt“, so Ruhland. Der materielle Wert der Kunstwerke war bei der Bewerbung zweitrangig. Das spiegelt sich auch in den Preisen der Ausstellungsstücke wieder. So gab es für jeden Geldbeutel das passende Angebot. „Hier werden Dinge ausgestellt, die man für sich, für seine Freunde und Verwandte erwerben kann“, so Günther. Es konnten beispielsweise Postkarten oder bestickte Zigarettenschachteln für einen Euro oder Quilts und Gemälde gekauft werden, die zwischen 200 und 400 Euro kosteten. Aufgrund des großen Andrangs wird es wohl auch im nächsten Jahr wieder den Wandlitzer Kunstmarkt geben. Bevor es so weit ist, öffnen viele Barnimer Künstler die Türen ihrer Werkstätten zum „Tag des Offenen Ateliers“ am 1. Advent. Auch dort werden Kunstinteressierte der Region sicherlich fündig.



Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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