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Datum: 10.11.2017

„Frau Fabula“ ist ein Begriff in Panketal

Sabine Bache erfüllte sich mit der Eröffnung ihrer Buchhandlung vor fünf Jahren einen großen Traum

Panketal (fw). Wenn Sabine Bache von Kindern als „Frau Fabula“ angesprochen wird, freut sie das. Es ist ein Beweis dafür, dass sie mit ihrer Buchhandlung in Verbindung gebracht wird und somit auch als Teil der Gemeinde anerkannt wird. Mit der Eröffnung ihres Geschäftes erfüllte sich die gebürtige Strausbergerin einen großen Traum. Inzwischen betreibt sie die Buchhandlung seit fünf Jahren und könnte sich nicht wohler fühlen - auch wenn sie keine Mitarbeiter hat und somit alles im Alleingang regeln muss. „Das ist wie mein Wohnzimmer“, sagt die Geschäftsfrau. Dieses Gefühl kommt wohl auch bei ihrer Kundschaft auf. Neben vielen Büchern gibt es bei Fabula allerlei Artikel, die Sabine Bache selbst liebevoll als „Krimskram“ bezeichnet, man kann dort Kaffee und Tee trinken und es sich in einer Sitzecke gemütlich machen. Dieses Konzept geht offenbar auf. Seit ihrer Eröffnung im Oktober 2012 hat sich die Inhaberin einen großen Kundenstamm gesichert und ist zum festen Bestandteil Panketals geworden. „Es war ein schöner Weg bis hierher“, resümiert die Buchhändlerin, die vor ihrer Selbstständigkeit in ihrer Heimat Mitarbeiterin in einem Buchgeschäft war. Von allein kam der Erfolg nicht. Sabine Bache ging sehr strukturiert bei der Unternehmensgründung vor und suchte sich Partner vor Ort. So trug sie Panketals Bürgermeister Rainer Fornell die Idee der Geschäftseröffnung vor und sicherte ab, dass die Bibliotheken des Ortes ihre Bestellungen über ihre Buchhandlung vornehmen. Somit war eine sichere Einkommensquelle da. Durch die Vernetzung mit anderen regionalen Unternehmern, der Mitarbeit in einer Gewerkschaft von Buchhändlern, die sich gegen Marktriesen wie Amazon zusammengetan haben, und nicht zuletzt ihre eigene Leidenschaft, so trägt Sabine Bache dazu bei, dass sich ihr Geschäft stetig weiterentwickelt und gut läuft. Pünktlich zur Feier zum fünfjährigen Bestehen am 20. Oktober 2017 präsentierte die lebenslustige Frau ein Buch, das sie selbst herausgebracht hat. Dabei handelt es sich um einen Bildband, der die Entwicklung von Panketal in den vergangenen Jahren zeigt und den Fokus auf die Gegenwart legt. Die Fotos dafür machte Achim Rosenhahn, mit dem die engagierte Buchhändlerin rund zwei Jahre intensiv zusammenarbeitete, um das Projekt in die Tat umzusetzen. Die Idee entstand, weil es immer wieder Nachfragen gab, ob es ein Buch über die Gemeinde gäbe, was Sabine Bach oft verneinen musste. Also schaffte sie selbst Abhilfe. Dabei bekam sie wieder Unterstützung vom Bürgermeister, der das Vorwort verfasste und ihr gleich einige Bücher abkaufte, um sie zu verschiedenen Anlässen im Namen der Verwaltung zu verschenken. Das Buch erschien im Verlag von Andrea Schröder, der früher auf Kinderbücher spezialisiert war, doch sich nun auch anderen Genres widmet. Mit der Entscheidung, „Panketal - zwischen Berlin und Barnim“ dort zu verlegen, wurde wieder ein regionales Unternehmen unterstützt. Die Erstaufl age umfasst 1.500 Stück. Gerade in der Vorweihnachtszeit gehen davon viele Exemplare über den Ladentisch und es ist davon auszugehen, dass sie bald ausverkauft ist. Passend zur Weihnachtszeit kann man bei Fabula derzeit auch in Geschenkpapier gehüllte Bücher für drei Euro pro Stück erwerben und dabei etwas Gutes tun. Der Erlös aus dem Verkauf kommt einer Einrichtung für gehörlose Kinder und einer Kita, die über eine Elterninitiative gegründet wurde, zugute. Die Aktion mit dem Titel „Black Box“ läuft bis Weihnachten.

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