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Datum: 14.11.2017
Rubrik: Gesellschaft

In ehrendem Gedenken

Gedenkveranstaltung zur Progromnacht in Eberswalde


Der 9. November ist ein denkwürdiger Tag in Deutschland.
Der Fall der Mauer im Jahr 1989 gilt als Symbol der Freiheit und der Wiedervereinigung.
Mit diesem Datum ist aber auch eine dunklere Zeit in der Geschichte verbunden, ca. 50 Jahre vor dem Mauerfall.
Die Novemberprogrome von 1938, an die noch heute in zahlreichen Orten ein Gedenken abgehalten wird.
Über Nacht wurden jüdische Synagogen, Wohnungen, Geschäfte und Schulen in ganz Deutschland von Anhängern des nationalsozialistischen Regimes zerstört und geplündert.
Am Denkmal der ehemaligen Synagoge in Eberswalde versammelten sich am vergangenen Donnerstag ca. 100 Bürger, um den Opfern der Progromnacht zu gedenken.
Als besonderer Gast wurde der Gesandte der israelischen Botschaft Avraham Nir-Feldklein eingeladen, um einige Worte an die deutsche Bevölkerung zu richten.



Die Synagoge stand seit 1891 in Eberswalde. In der Nacht der Novemberprogrome wurde sie auf Befehl des NS-Regimes bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Vor dem Denkmal „Wachsen mit Erinnerung“ enthüllte der Bürgermeister Friedhelm Boginski zusammen mit dem Gesandten und Ruben Metzke vom Ökumenischen Arbeitskreis eine Gedenktafel an der Straße.
Im Anschluss legten die Anwesenden Kränze, Blumen und Kerzen dort nieder, wo einst die Synagoge stand.
In seiner Rede dankte der israelische Gesandte den Menschen, die jedes Jahr den Opfern der Progromnacht gedenken.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel bestehen seit 50 Jahren und sollen sich auch weiterhin entwickeln.



Bericht/Kamera/Schnitt: Wilhelm Zimmermann
Redaktion: Lutz Lorenz


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