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Datum: 23.11.2017
Rubrik: Gesellschaft

Damit es in Neuenhagen noch mehr summt

Initiatoren des bienenfreundlichen Projektes ziehen nach einem Jahr eine auch kritische Bilanz

Neuenhagen (bey). Nach einem Jahr „Neuenhagen summt“ ziehen die Akteure eine überwiegend positive Bilanz. „Mit unserer Aktion im Frühjahr, an der ehemaligen Fasanerie, haben wir jetzt sogar einen dritten Preis beim bundesweiten Pflanzwettbewerb ,Wir tun was für Bienen‘ erhalten“, berichtet Gabriele Niether, Sachbearbeiterin für Straßenbau, Spiel- und Parkplätze in der Gemeindeverwaltung.
Während eines ehrenamtlichen  Einsatzes hatten viele fleißige Helfer bienenfreundliche Gehölze in den Boden gebracht. Stellvertretend für alle Aktiven können sich Mitglieder des Internationalen Bundes über Zoo-Eintrittskarten und Bienen-Bücher für ein Grünes Klassenzimmer freuen.
Doch das Resümee über das Gesamtprojekt „Neuenhagen summt“ fällt auch kritisch aus: So seien die im April eingebrachten Pflanzen an der Fasanerie kaum gepflegt worden. „Alles was eingegangen ist, ersetzen wir“, verspricht Gabriele Niether. Außerdem soll das Gelände künftig von einer Fachfirma in Ordnung gehalten werden.
Beschwert hätten sich zudem immer wieder Neuenhagener, weil in einigen Gebieten der Gemeinde das sogenannte Straßenbegleitgrün nur ein oder zweimal im Jahr gemäht wurde. „Das ist Absicht, denn wenn das Gras höher wächst, kommen auch mehr Bienen“, erklärt die Verwaltungsmitarbeiterin. „Aber das muss eben erst noch in unsere Köpfe“, ergänzt sie.
Auf einer kleinen Wiese am Rathaus, auf der das Gras praktisch wild wachsen konnte, hätten sich innerhalb kurzer Zeit Wilder Salbei und Wiesen
glockenblumen entwickelt. „Und jede Menge Bienen und Falter hielten sich dort auf“, freut sich Gabriele Niether.
In den nächsten Wochen wollen die Initiatoren des Projektes Schlussfolgerungen für 2018 ziehen. Fest steht schon jetzt: Der erste Mähtermin wird neu bestimmt, denn 2017 lag er zu früh. „Mähflächen, die von Baumschößlingen besiedelt werden, wollen wir teilweise oder ganz aus dem Konzept nehmen, ebenso Mulden- und Rigolensysteme“, kündigt Niether an.
Damit noch mehr Neuenhagener „bienenfreundliche Bereiche“ auf ihren Grundstücken anlegen, soll es im Frühjahr eine Briefkastenaktion geben: Alle Haushalte bekommen dann per Post ein speziell zusammengesteltes Samentütchen geschickt.


BU: Licht und Schatten in der Bilanz: Gabriele Niether organisiert im Auftrag der Gemeindeverwaltung das Projekt „Neuenhagen summt“.    Foto: BAB/bey

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