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Datum: 05.12.2017
Rubrik: Gesellschaft

Diagnose Krebs!

Beratungsstelle hilft Betroffene / Verein hofft auf mehr Unterstützung

Schock-Diagnose Krebs. Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland – und es sind viel zu viele betroffen. Nicht selten stellt die Diagnose den Menschen vor besonderen Herausforderungen. Arztbesuche, Arbeitsunfähigkeit oder Depressionen – die Krankheit Krebs kann alles verändern. Abhilfe können Beratungsstellen bieten. Doch von diesen gibt es nur sehr wenige - und selbst die wenigen werden in keinster Weise gefördert. Das soll sich ändern – dafür kämpfen nicht nur Politiker, sondern auch die Ehrenamtlichen, die helfend zur Seite stehen.




Heilen können sie nicht- aber sie können helfen: Die Krebsberatungsstellen, die es deutschlandweit gibt. Die einzige Beratungsstelle im Landkreis Barnim befindet sich im Bahnhofsgebäude in Wandlitz. Hier wird deutlich, was die ehrenamtlich Tätigen Psychologen, Pfleger und Unterstützer leisten. Denn die Krebsberatungsstelle in Wandlitz ist die einzige im ganzen Landkreis. Waren es im vergangenen Jahr noch knapp 500 Beratungen, ist diese Zahl in diesem Jahr schon weit überschritten. Es gibt einfach zu wenige Beratungsstellen in Deutschland und vor allem gibt es zu wenige Förderungen. Dafür setzt sich nun SPD-Landtagsabgeordnete Britta Müller ein, die jüngst gemeinsam mit der Sparkasse Barnim einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro an die Beratungsstelle übergab. Um aber voll handlungsfähig zu sein, bedarf es weitere Gelder, die man sich nun vom Land erhofft.


Bisher konnte die Beratungsstelle in Wandlitz ihre Angebote über Spenden und ehrenamtliches Engagement aufrechterhalten. Der steigende Bedarf kann durch ehrenamtliches Personal nicht mehr sichergestellt werden. Der Vorstand des Vereins wollte, wenn keine finanzielle Sicherung erfolgt, zum Jahresende die Beratungstätigkeit in Wandlitz einstellen. Nun hofft man auf positive Signale aus dem Landesministerium. Wie wichtig die Arbeit der Beratungsstelle ist, haben Jutta Krüger und Martina Burchart am eigenen Leib erfahren. Beide sind Krebspatienten und haben in der Beratungsstelle Hilfe gefunden.


Ob in der Kreativgruppe, musikalisch oder durch Therapiehund Funny – die Möglichkeiten zu helfen sind vielseitig und vor allem wichtig. Die Arbeit der Ehrenamtlichen unabdingbar.


Rat und Hilfe erhalten sowohl Einzelpersonen als auch Paare oder Familien. Auch Hausbesuche gehören zum Leistungsspektrum der Beratungsstelle. Denn oft sind es Hemmschwellen, die Beratungsstelle aufzusuchen oder aus gesundheitlichen Gründen ist es einfach nicht möglich.


Noch an diesem Mittwoch soll es im Landtag eine Entscheidung geben. Dann wird auch die Beratungsstelle in Wandlitz wissen, ob sie in Zukunft weiter handlungsfähig ist oder in absehbarer Zeit schließen muss. Zum Leid aller Betroffenen, die diese Hilfe dringend benötigen.






Bericht/Kamera/Schnitt: Vivien Kawohl

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