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Datum: 16.03.2018

Gelungene Premiere für berufliche Orientierungshilfe

Kommunen bündelten ihre Möglichkeiten zur gemeinsamen Studien- und Ausbildungsmesse „Career Compass“


Petershagen (sd). Ob in Hennickendorf, Neuenhagen oder Strausberg – mit Berufsinformationstagen gibt es vielerorts Messeformate für Berufswahl, Aus- und Weiterbildung. Für die Metropolregion Ost wurden nun erstmals die Ressourcen einzelner Kommunen in einem „Career Compass" gebündelt.


Quasi als Orientierung für die Berufswelt in Märkisch-Oderland, Ahrensfelde und Marzahn-Hellersdorf präsentierte sich die erste gemeinsame Messe für Ausbildung und Beruf mit insgesamt 107 Ausstellern zur Premiere. Die Flächen in der Petershagener Giebelseehalle wurden voll ausgenutzt und sogar eine zweite kleinere Halle war gut gefüllt. Mit so viel Resonanz von Anfang an hatten die Organisatoren nicht gerechnet, wie Kerstin Karrasch, Leiterin des Regionalmanagements erklärt. Als Metropolregion Ost arbeiten der Landkreis Märkisch-Oderland, die Gemeinden Hoppegarten, Fredersdorf-Vogelsdorf, Petershagen/Eggersdorf, Ahrensfelde, die Städte Strausberg und Altlandsberg sowie der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf unter anderem bei Wirtschaft und Tourismus noch enger zusammen. Aktionstagen zu Tourismus und Gesundheit folgt nun die gemeinsame Berufe- und Studienmesse.


„Das ist keine Eintagsfliege", zeigte sich Rainer Schinkel, Leiter des Kreiswirtschaftsamtes Märkisch-Oderland überzeugt. „Wir zeigen hier eine breite Palette, gehen alle Bereiche an. Alle Bürgermeister haben bei der Organisation zusammengearbeitet, sodass diese Messe gemeinsam mit den randberliner Gemeinden zu einer der wichtigsten in Ostbrandenburg werden kann", so Schinkel. Etwas Derartiges habe es bislang nicht gegeben, erklärte Marzahn-Hellersdorfs Bezirksstadtrat Johannes Martin. Als ein Instrument des Regionalmanagents werde die Messe umfassend ausgewertet, um folgende Auflagen optimieren zu können. Petershagen/Eggersdorfs scheidender Bürgermeister zeigte sich stolz, Gastgeber der Veranstaltung zu sein.


Besucher wurden zunächst in die Giebelseehalle geleitet, wo sich nach Fachrichtung und Inhalten sortiert zahlreiche Bildungseinrichtungen und Unternehmen der Region an Ständen präsentierten. Kontakt aufnehmen, Fragen los werden und sogar schon Bewerbungsunterlagen abgeben konnten die Besucher. Zudem gab es verschiedene Workshops und Unternehmensvorstellungen. Weiter führten Wegweiser in die kleinere Halle zwei. Hier gab es sogar eine professionelle Styling-Beratung fürs Vorstellungsgespräch und wer wollte, konnte sogleich die passenden Fotos machen lassen.


Viele der Vierzehn- bis Sechzehnjährigen hätten keine konkrete Vorstellung, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen, weiß auch Theresa Lender, die Tipps zu Make-Up und Frisur gab. Großen Interesses erfreuten sich auch die Stände von Polizei und Bundeswehr. So wurde im Gespräch oft erst die Bandbreite der Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten der Bundeswehr, sowohl in militärischer als auch ziviler Laufbahn dargelegt.


Die Messe direkt vor der Haustier nutzten vor allem am Freitag auch zahlreiche Schulklassen. „Das passt super in den Bereich Berufsbildung", erklärt Anke Schmidt-Gabriel, Leiterin der FAW-Gesamtschule. Erst kürzlich sei die Petershagener Schule für ihre hervorragende Berufsorientierung erneut ausgezeichnet worden. Die Vielzahl der Aussteller wurde direkt in den Unterricht integriert, sodass Schülerinnen und Schüler mit ganzen Aufgabenzetteln für den WAT-Unterricht und die Berufsorientierung in der Sekundarstufe II unterwegs waren. „So etwas ist sonst in keiner schulischen Veranstaltung möglich, zumal wir oftmals noch weite Fahrtwege auf uns nehmen müssen", ergänzt Schmidt-Gabriel, die an einigen Ständen auch ehemalige Schüler traf, die nun erfolgreich ihre Ausbildungen absolvieren. Am Samstag strömten noch etwas mehr Besucher zur Messe, unter ihnen auch zahlreiche Schüler, die nun mit ihren Eltern gezielter auf Anbieter zugingen. Etwa 2.000 Besucher resümiert Regionalmanagerin Isabelle Mensching. „Wir sind sehr zufrieden. Vor allem der Samstag war ein sehr besucherstarker Tag, an dem viele mit ihren Familien kamen. Von den meisten Ausstellern gab es positives Feedback", so Mensching. Bei Treffen in den folgenden Tagen werde nun ausgewertet, was gut lief und wo noch Nachholbedarf ist. Ausschilderungen wurden direkt vor Ort verbessert, um keinen Stand zu benachteiligen. Auch soll an der Giebelseehalle als großem Veranstaltungsort festgehalten werden. Sollten deutlich mehr Aussteller zusammen kommen, würden jedoch rasch Kapazitätsgrenzen erreicht, die es zu bewältigen gelte. In Fragebögen, welche Besucher ausfüllten, wurde immer wieder die Vielfalt des Angebotes gelobt. Wenn alles nach Plan läuft, werden künftig der Career Compass im März und die Strausberger Ausbildungsmesse im September passend zu den Ausbildungsstarts die beiden größten Berufsinformationsveranstaltungen der Region werden.


Einen kleinen Ausschnitt des „Career Compass" zeigt der Beitrag des ODF Lokalfernsehens. Einfach dem Link folgen und ansehen: http://www.odf-tv.de/mediathek/30086/Premiere_fuer_Career_Compass.html



BU: Bürgermeister, Vertreter des Landkreises Märkisch-Oderland und Mitglieder des Wirtschaftskreises Marzahhn-Hellersdorf eröffneten die Studien-und Ausbildungsmesse. Fotos (2): BAB/sd

BU2: Dichtes Gedränge und erste Gespräche.


 



 


 



 



 




 


 

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