Ausbau des Langen Trödels geplant
Erste bauvorbereitende Maßnahmen bereits für Januar geplant
Artikel vom: 23.12.2011
Um den Finowkanal und den Werbellinsee an das Nordbrandenburgische Gewässernetz anzuschließen, ist die Wiederschiffbarmachung des Langen Trödels, als Teilstück des Finowkanals, unerlässlich. Der Finowkanal ist von den Fahrtgebieten der Oberen Havel-Wasserstraße, die bereits mit Charterbescheinigung befahren werden können, zurzeit nur über den Oder-Havel-Kanal erreichbar. Eine Freigabe zum Befahren dieses Kanalstücks mit Charterschein ist aufgrund der hohen Verkehrsfrequenz und aufgrund von erheblichen Sicherheitsrisiken ausgeschlossen. Deshalb ist vorgesehen, das erste Teilstück des historischen Finowkanals, den Langen Trödel, wieder schiffbar zu machen. Nur mit dieser Maßnahme kann der mit Berufsschifffahrt stark belastete Oder-Havel-Kanal auf einer landschaftlich reizvollen und attraktiven Wasserstraße umfahren werden. Zur Schaffung von Baurecht wurde ein eigenständiges Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Neben gewässerbaulichen Arbeiten - Kanalentschlammung, Baggerungen im Brückenbereich, Errichtung von Wartestellen, Errichtung von Ausweichgewässern für die Biber - sind zwischen Liebenwalde und Zerpenschleuse der Bau von drei den Kanal querenden Straßenbrücken, einer Schleusenanlage mit Wehr sowie einer Straßenanbindung notwendige Bestandteile des Teilprojektes. Vorhabensträger des Projektes ist der Wasser- und Bodenverband Schnelle Havel mit Sitz in Liebenwalde. Das Planfeststellungsverfahren wurde mit dem Planfeststellungsbeschluss Ende September 2011 abgeschlossen. Der Beschluss sollte am 19. Dezember Bestandskraft erlangen. Eine Klagefrist für die natürlichen und juristischen Personen, die Bedenken und Anregungen auf dem Erörterungstermin im Mai 2011 vorgebracht hatten, endete am 16. November, die der sonstigen betroffenen Bürger am 19. Dezember 2011. Erste bauvorbereitende Maßnahmen sollen bereits im Januar 2012 beginnen. Dies betrifft unter anderem vorerst die notwendigen Baumfällungen in Zerpenschleuse. An der Schleuse in Zerpenschleuse werden etwa 40, an der B 109 13 Bäume und an der Forststraße drei Einzelbäume gefällt. Außerdem werden im Bereich der Schleuse rund 3.000 Quadratmeter Gebüsch- und Gehölzfl ächen in Anspruch genommen. Im Anschluss erfolgen im Februar 2012 die Dammschüttung B 109 und der Bau der Erschließungsstraße zur Schleuse. Offi - zieller Baustart ist jedoch erst im Oktober 2012. Alle Maßnahmen müssen Ende 2013 abgeschlossen sein.
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