Mehr Parkplätze im Stadtkern Bernaus
Grundstein für Parkhaus an der Waschspüle am Dienstagvormittag gelegt
Artikel vom: 27.01.2012
Die Bauarbeiten am Parkhaus an der Waschspüle können nun offi ziell beginnen. Am Dienstagvormittag wurde dazu der Startschuss durch die Grundsteinlegung gegeben. An der Ecke Eberswalder Straße/Börnicker Straße entsteht nun ein Parkhaus, das Platz für 130 Stellplätze bietet, acht von ihnen sind behindertengerecht. Nicht nur Funktionalität wird bei dem Vorhaben großgeschrieben. Durch die Glasfassade, die von der Wandlitzer Künstlerin Annelie Grund gestaltet wird, wird auch auf die Ästhetik wertgelegt. „Es soll ein helles Parkhaus werden, das gut beleuchtet ist und in dem man sich nicht fürchten muss“, formulierte Bürgermeister Hubert Handke die Zielsetzung des Bauvorhabens. Auch darauf, dass gute Ausstiegsmöglichkeiten herrschen, soll geachtet werden. Laut Uwe Grohns vom Ingenieurbüro für Bauplanung Eberswalde (ibe) haben die Planungen für das offene Parkhaus bereits im Mai 2007 begonnen. Wegen der für das Bauvorhaben ungünstigen Lage einiger Leitungen und der Umverlegung dieser und der Verlegung neuer Leitungen habe die Planungsphase so lange gedauert. Die Gesamthöhe soll 9,80 Meter betragen, etwa 100 Kubikmeter Beton und Stahlbeton sollen verbaut werden sowie rund 100 Tonnen verzinkte Stahlkonstruktion. Am Ende soll der dreigeschossige Bau eine Gesamtfl äche von 26 mal 32 Metern einnehmen. Gebaut wird in einer halbgeschossig versetzten Bauweise mit sechs Halbebenen. In einer vorsichtigen Prognose sagte der Diplom-Ingenieur das Richtfest für Juli dieses Jahres voraus. Um den Grundstein besonders zu gestalten wurde eine Kupferhülse mit einem Münzsatz, dem aktuellen Amtsblatt, einer Tageszeitung, dem Grundriss und einer Zeichnung des Parkhauses gefüllt und versenkt. Dazu holte sich der Bürgermeister Hilfe. Den ersten der drei obligatorischen Hammerschläge übernahm der Leiter der Berliner Abteilung der Deutschen Industrie- und Parkhausbau GmbH Marcellus Lammerich. Er wünschte ein problemloses Ablaufen der Bauarbeiten. Als nächstes nahm Bernaus Bauamtsleiterin Simone Rochow den Hammer in die Hand und klopfte auf die Hülse. Sie wünschte sich, dass die Parkplatzsuche für Bernauer und Besucher schnell erledigt ist. Den dritten und letzten Schlag übernahm der Stadtverordnete Joachim Ronnger (Die Linke), der zu den Befürwortern des Baus gehörte. Das mittelgroße Parkhaus, das im Bereich der ehemaligen Waschspüle und der einigsten Handelsstraße zwischen Berlin und Stettin errichtet wird, soll dem Problem der Stellplatzfl ächenknappheit der Stadt Bernau entgegenwirken. Es ist eins von fünf Ergänzungsgebieten im Stadtkern, die eingerichtet werden sollen, um mehr Parkmöglichkeiten zu schaffen, so zum Beispiel in Friedenstal oder am Krankenhaus. Daher wurde die Stadt mit 750.000 Euro aus dem Förderprogramm der Stadtkernsanierung gefördert. Den Rest der zwei Millionen Euro, die das Projekt kostet, fi nanziert die Stadt aus Eigenmitteln.
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