Toleranz und Weltoffenheit
Albert-Schweitzer-Schule ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Artikel vom: 17.02.2012
Die Albert- Schweitzer-Schule, Förderschule „Lernen“, in Bad Freienwalde hat am Montag auf einer Feierstunde als 51. Schule im Land Brandenburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhalten. Der Koordinator des Handlungskonzepts „Tolerantes Brandenburg“ der Landesregierung, Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp, begrüßt den Entschluss der Schüler sowie der Lehrer, Zivilcourage zu zeigen und ihrer Schule ein neues Profi l zu geben. „Das zeigt, dass sich junge Menschen für ihr demokratisches Umfeld interessieren und das Leben in der Schule mitgestalten wollen. Ich freue mich, dass es im Land Brandenburg schon mehr als 50 „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ gibt und es stetig mehr werden.“ Die Idee einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wurde anlässlich des Erstarkens rechtsradikaler Parteien 1988 von Schülerinnen und Schülern sowie Jugendarbeitern in Belgien entwickelt und ist mittlerweile in mehreren europäischen Ländern verbreitet. Allein in Deutschland tragen inzwischen mehr als 1.000 Schulen diesen Titel und werden dabei bundesweit vom Verein „Aktion Courage“ unterstützt. Im Land Brandenburg koordinieren die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA Brandenburg) das Projekt „Schulen ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Titel wird hier seit 1998 vergeben. Die Voraussetzungen zum Erwerb des Titels sind, dass sich mindestens 70 Prozent aller Angehörigen einer Schule (Schüler, Lehrer, Sozialpädagogen, Sekretärinnen, Hausmeister etc.) verpfl ichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konfl ikten einzugreifen und nachhaltige Aktionen durchzuführen. Daneben muss einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema „Diskriminierung“ entwickelt werden und es müssen Paten gewonnen werden, die das Projekt unterstützen und begleiten. Für die Patenschaft an der Albert- Schweitzer-Schule konnten der israelische Klarinettist Giora Feidmann und der Fußballer Fabian Lustenberger von Hertha BSC gewonnen werden. Die Schüler der Albert-Schweitzer- Schule praktizieren einen fairen und gewaltfreien Umgang nicht nur im Unterricht, sondern auch auf dem Pausenhof. Denn den Schülern ist ein respektvoller Umgang miteinander wichtig. Daneben wurden bereits in der Vergangenheit mehrere deutschpolnische Schulprojekte durchgeführt, so fand unter anderem ein Kunstprojekt mit polnischen Schülern statt. Auch wurde ein polnisches Kochbuch erstellt und es wurde ein gemeinsames Theaterstück aufgeführt.
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