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Datum: 17.03.2017

Gelder für kaputte Brückenverbindung

Ministerin Schneider übergab Fördermittelbescheid – Kalkgrabenbrücke ab Sommer im Bau

Rüdersdorf (sd).Die Rüdersdorfer Kalkgrabenbrücke, die den Ortskern Kalkberge und das 3.500 Einwohner starke Plattenbauwohngebiet an der Brückenstraße verbindet, ist in einem schlechten Zustand. Nach aktueller Bewertung des Landes entspricht der Zustand der Note 3,54. Der Winter tat sein Übriges. Klaus Ewert-Dölling und Christian Neumann vom Bauhof waren kürzlich wieder damit beschäftigt, die größten Löcher notdürftig zu flicken.

Die Brücke muss endlich saniert werden. Als Initialzündung übergab Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider kürzlich Fördermittelbescheide für das groß angelegte Bauprojekt.

Nicht nur Fußgänger, Radfahrer und Autos nutzen die Hauptverkehrsader, auch die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn (SRS) fährt hier im Takt entlang. „Es ist eine logistische Herausforderung", betonte Bürgermeister André Schaller. „Vor allem für die Feuerwehr ist es eine wichtige Verbindung", führt er weiter aus.

Anfang der 1970er Jahre gebaut, müsste die Brücke im Grunde komplett entkernt und neu gebaut werden. Doch eine komplette Unterbrechung der Verbindung zum Ortszentrum sei nicht realisierbar, lautete der Tenor aller Beteiligten. Eine Dreiteilung der Maßnahme ist die nun angestrebte Lösung. In einem Abschnitt werde die Straßenbahnverbindung über den Kalkgraben saniert, wie SRS-Geschäftsführer Detlef Bröcker ausführt.

In einem zweiten und dritten Abschnitt wird die Fahrbahn mitsamt Geh- und Radweg saniert. „Eine wechselseitige Sperrung erhält dabei die wichtigen Zuwegungen, die besonders für den Schülerverkehr, aber auch für Anwohner essentiell sind", ergänzt Baufachbereichsleiter Robert Knobloch.

„Wir sind froh, diesen Weg gefunden zu haben, mit Interrims-Lösungen und kurzen Pausen", so Detlef Bröcker. Man habe lange gekämpft und hoffe, nach ersten sichtbaren Baufortschritten nicht auf allzu viele Überraschungen zu stoßen. Eine Förderung für die Sanierung hat die SRS bereits zuvor erhalten.

MIt rund 1,3 Millionen Euro fördert das Land die Brückensanierung, sodass die Gemeinde bei Berlin noch rund 400.000 Euro beisteuern muss. Wie Kathrin Schneider erklärte, wurde die Brückensanierung verschoben, um parallel an der Straßenbahn arbeiten zu können. „Außerdem ergaben sich für uns durch Änderungen an den Förderbedingungen neue günstigere Konditionen", ergänzt André Schaller. Eine bereits vorhandene kleinere Brücke gut hundert Meter weiter bietet Fußgängern und Radfahrern eine sichere Passage fernab der Baumaßnahme.

Läuft alles planmäßig, sollen die Arbeiten Ende Juni, Anfang Juli beginnen und bis zu 16 Monate dauern.

BU: 1,3 Millionen Euro Förderung: Kathrin Schneider (Vierte von rechts) mit André Schaller (Fünfter von rechts), Detlef Bröcker (links) und Vertetern aus Gemeinde und Politik.   Foto: sd

 

 

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