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Datum: 06.04.2017

Nach Strausberger Modell

Schlüsselübergabe der neuen Polizeiinspektion Märkisch-Oderland – Gutes Beispiel im Land

Strausberg (sd). Fast genau ein Jahr verging vom Richtfest bis zur feierlichen Schlüsselübergabe des neuen Gebäudes der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland in Strausberg. „Dann baut doch eine neue Inspektion", sagte der damalige Brandenburger Innenminister Dietmar Woidke 2012 zu Strausbergs Bürgermeisterin. Elke Stadeler erinnert sich noch lebhaft an den Rundgang zur Polizeireform in der bisherigen Dienststelle in der Wriezener Straße. Unzumutbare Bedingungen herrschten in den Altbaubaracken, wie Stadeler erklärt. Bei Hartmut Ehrlich, zu jener Zeit Geschäftsführer der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft (SWG), fand sie beim ersten Treffen im April 2012 schnell Unterstützung für dieses „Vorhaben, das für eine Stadt nicht gewöhnlich ist". Mit dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB), der für die Unterbringung der Polizeibeamten verantwortlich zeichnet, wurde nach der Konzeptbildung ein Vertrag geschlossen. Die SWG und die Strausberger Stadtwerke – beides städtische Unternehmen – erhielten den Bauauftrag, sodass es offiziell am 4. September 2015 mit der Grundsteinlegung los gehen konnte. Stolz, das Bauprojekt professio-nell und zielgerichtet, termingerecht sowie in hoher Qualität fertiggestellt zu haben, zeigte sich Mathias Wegner-Repke zufrieden. 2016 beerbte er Hartmut Ehrlich als Geschäftsführer der SWG. Lediglich Zauneidechsen auf dem Grundstück sorgten kurzzeitig für Verzögerung. Insgesamt kostete der Neubau neun Millionen Euro. „Eine absolut tolle Leistung, die in Brandenburg nicht unbedingt so üblich ist", so Wegner-Repke. Um die Zukunftsorientierung des Gebäudes und die Nachhaltigkeit zu stärken, konnten die Polizistinnen und Polizisten ihre Erfahrungen und Wünsche in die Gestaltung mit einfließen lassen. „Ein intensiver Auftrag, der einige Herausforderungen bot", umschreibt Stadtwerke-Chef Andreas Gagel das Vorhaben, mussten doch Bauverordnung und Dienstvorschriften in Einklang gebracht werden. Dass man mit jedem Projekt dazu lerne, fügte Gagel hinzu und verwies auf das nächste Vorhaben: einen Kitaneubau. Nach den Begrüßungsworten erhielt auch Ruheständler Hartmut Ehrlich von Polizeihauptkommissarin und Koordinatorin der Revierpolizisten Anja Hein ein Präsent als Dankeschön für sein Engagement als Mitinitiator des Vorhabens. „Viele Beteiligte hatten den Mut, das Risiko des unüblichen Wegs zwischen Land und Kommune auf sich zu nehmen", so Brandenburgs Finanzminister Christian Görke. Dabei sei es „die am schnellsten zu realisierende und kostengünstigste Variante" gewesen. Für 20 Jahre wird das Gebäude vom BLB gemietet. Nun hätten die Männer und Frauen moderne Bedingungen und bessere Erreichbarkeiten, um ihren Dienst zu tun, fügte Görke hinzu. „Für mehr Nachhaltigkeit stellen sich Land und Kommunen gemeinsam Aufgaben für mehr Sicherheit. Hoffentlich macht dieses Strausberger Modell Schule", schloss Görke. In Oranienburg sei beim Bau der neuen Polizeiwache ähnlich vorgegangen worden, wie Karl-Heinz Schröter erklärte. „Es entwickelt sich – unsere Polizei wird moderner und leistungsfähiger zum Wohle des Landes", so der Innenminister. Wie eng Landkreis und Stadt mit ihrer Polizei verbunden sind, zeige der Neubau eindrucksvoll, ist Landespolizeipräsident Hans-Jürgen Mörke überzeugt. Angesichts großer Aufgaben für die Polizeiinspektion und das Land, wie zunehmend mehr politisch motivierte Straftaten, Grenzkriminalität und zahlreiche Einbrüche vor allem im Speckgürtel, sei der Neubau an der Märkischen Straße 1 ein deutliches Signal. Zur Schlüsselübergabe drückte Elke Stadeler, selber Mutter eines Polizisten, auch ihren Wunsch nach mehr Respekt für die Uniformierten aus und ihre Hoffnung, dass Innenminister Schröter den Beruf für Nachwuchskräfte attraktiver mache. Auf Rundgängen konnten sich die rund 150 geladenen Gäste der Schlüsselübergabe von den deutlich verbesserten Bedingungen in den neuen Räumen überzeugen. Wenig später bezogen die Beamten ihre neuen Büros und Räume. „Fast wie ein zweites Zuhause" seien die 3.800 Quadratmeter, so Inspektionsleiter Sven Brandau bei einem Rundgang. BU: Hans-Jürgen Mörke, Christian Görke, Karl-Heinz Schröter, der Leiter der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland Sven Brandau, Andreas Gagel, Landrat Gernot Schmidt, Elke Stadeler und Mathias Wegner-Repke (von links). Foto: sd

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