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Datum: 10.08.2017
Rubrik: Gesellschaft

Kritische Bestandsaufnahme

Zeitweiliger Ausschuss Feuerwehr setzt Besichtigungstour fort

Wriezen (ma). „Während in Villabajo noch geschrubbt wird, wird in Villariba schon wieder gefeiert“, dieser Werbespruch aus den 1990er beschreibt am Besten die Situation zwischen den Feuerwehren in Wriezen und Bad Freienwalde. Während in Bad Freienwalde schon gebaut wird, ist man in Wriezen noch bei der Bestandsaufnahme. Darüber, dass etwas im Argen liegt, können auch die vielen geputzten, fein säuberlich aufgereihten Pokale und auch die Sauberkeit im Gerätehaus in Schulzendorf nicht hinwegtäuschen. Spätestens bei der Besichtigung des Nebengebäudes wurde klar, dass hier etwas schief gelaufen sein musste. Beim Neubau wurde scheinbar nicht die Höhe des Fahrzeugs berücksichtig, das dort geparkt werden sollte. Und so wurde die Einfahrt in das Gebäude zu niedrig ausgeführt. In der letzten Woche besichtigte der zeitweilige Ausschuss Feuerwehr weitere Gerätehäuser der Orstwehren von Wriezen in Schulzendorf, Lüdersdorf und Biesdorf. Andreas Rosch, stellvertretender Ortswehrführer Wriezens zählte jeweils die Liste der Mängel auf. Die reichte von baulichen Missständen, fehlenden Toiletten oder Umkleideräumen bis zu fehlenden Heizungen. Das hat zur Folge, dass die dort gelagerten Ausrüstungen durch Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach Ansicht des Ausschussvorsitzenden, Robert Masche, befi ndet sich das schlimmste Gerätehaus in Lüdersdorf: „Gerätehaus kann man dazu nicht mehr sagen“, entfuhr es ihm vor Ort. Jutta Werbelow, die SPD-Fraktionsvorsitzende bemängelt die fehlenden Investitionen bei der Feuerwehr. So hätte das Amt Barnim-Oderbruch im Jahr 2015 Investitionen in den Brandschutz in Höhe von 231.800 Euro vorgenommen. Wriezen im gleichen Zeitraum nur 15.700 Euro, rechnete sie vor. Nach der Besichtigung zog sich der Ausschuss ins Wriezener Rathaus zur Beratung zurück. Brandschutzbeauftragte Peggy Mix erläuterte dort detailreich die Struktur der Wriezener Wehr mit ihren Ortsteilen. Von Seiten der Feuerwehr aber auch von Bürgermeister Uwe Siebert wurde erwogen, Ortswehren zusammenzulegen um Ressourcen gemeinsam zu nutzen. Diese Ideen seien noch nicht spruchreif und sollten weiter diskutiert werden, hieß es. Ratlosigkeit herrschte allerdings unter den Feuerwehr- Kameraden, welche Aufgaben der Ausschuss eigentlich hätte, wenn nichts entschieden würde.

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