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Datum: 02.11.2017
Rubrik: Vereinsleben

Kulturbahnhof als neue Heimat

„Waggon-Komödianten“ haben ihr neues Domizil übernommen

Finow (bs/lo). Im April dieses Jahres wurde dem Eberswalder Kinder- und Jugendtheater, den „Waggon-Komödianten“, sozusagen „über Nacht“ die angestammte Spielstätte, der ehemalige Speisesaal der jetzigen Eisenbahnwerke Eberswalde an der Eisenbahnstraße, gekündigt. Damit begann für den Verein und seine etwa vierzig Kinder und Jugendlichen, eine Odyssee, die ihn unter anderem in Räumlichkeiten der Evangelischen Stadtkirchengemeinde, des Sportzentrums Westend und in das Tourismuszentrum im Familiengarten führte. Der Künstlerischen Leiterin, Simone Blum, und dem Technischen Leiter, Bernd Stürmer, ist es zu verdanken, dass die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler trotz dieser ungewissen Situation „bei der Stange“ blieben. Zugleich bedankt sich der Vereinsvorstand natürlich bei den Verantwortlichen der Objekte, in denen das Ensemble in den letzten Monaten zu Gast sein durfte. Nun ist das Laienensemble auf Beschluss der Stadtverordenetenversammlung in den „Kulturbahnhof Finow“ eingezogen, als einer von mehreren Nutzern. Noch fehlt die Bühnentechnik, die den Vorhang halten soll, aber die „Waggon- Komödianten“ haben schon Mitte September mit den Proben für ihr diesjähriges Weihnachtsmärchen „Die Schneekönigin“ begonnen. Die Premiere ist für den 2. Dezember angekündigt und das Lampenfi eber steigt. Ein wenig Skepsis ist nach wie vor zu spüren, wenn die Theaterleiterin von der Chance zum Neuanfang im Kulturbahnhof spricht, die den „Waggon-Komödianten“ durch Rathausspitze und Stadtpolitik ermöglicht wurde. „Mein Blutdruck sinkt erst wieder, wenn tatsächlich die Stahlträger montiert sind, an denen wir unseren Vorhang montieren können“, sagt Blum. Der Aufbau der kompletten Bühnentechnik wäre für das Ensemble mehr als nur ein Symbol dafür, dass endlich wieder Normalität herrscht. „Keines unserer Stücke funktioniert, wenn wir den Vorhang nicht einsetzen können“, betont sie. Bei den Proben für „Die Schneekönigin“ zeigen provisorisch auf den Boden gemalte schwarze Striche an, wo sich bei den Aufführungen die Vorhänge befi nden. In den nächsten Tagen soll die Bühnenkonstruktion nun montiert werden. Für „Die Schneekönigin“ wird aktuell wenigstens dienstags und freitags geprobt. Je dichter der Termin der Premiere rückt, desto häufi ger geht es auch an den Wochenenden auf die Bühne.



Auch der Kartenverkauf für die Veranstaltungen hat bereits begonnen. Vorstellungstermine sind der 2., 3. und 16. Dezember, jeweils um 14.30 Uhr sowie am 8. Dezember um 14 Uhr.



Karten sind immer dienstags von 18 bis 20 Uhr und freitags von 17 bis 21 Uhr in den neuen Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße 32, Eingang Brachlowstraße, zum Preis von 3 Euro zu bekommen.



Wer sich für die „Waggon-Kommödianten“ näher interessiert, kann sich auch auf der Internetseite unter waggon-komoedianten. beepworld.de informieren.

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