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Datum: 04.12.2017
Rubrik: Gesellschaft

Vier Pfoten für ein Hallelujah

Training der Rettungshundestaffel Barnim


Der Berner Sennenhund Ado, die Schäferhündin Kharma und der Bearded Collie Hugo haben eines gemeinsam.
Sie retten regelmäßig Menschenleben.
Zusammen mit 36 anderen Hunden und 45 Mitgliedern auf zwei Beinen bilden sie die Rettungshundestaffel Barnim.
Nach der Auflösung der Staffel im vergangenen Jahr durch die DLRG arbeiten die Hundeführer ehrenamtlich weiter,
als Teil des Bundesverbandes Rettungshunde e.V.



Die Hundestaffel hat sich auf 4 Einsatzgebiete im Bereich der Personenrettung spezialisiert:
Das Mantrailing, die Flächensuche, die Wasserortung und die Trümmersuche.
In der ersten Trainingssituation wurde der Vermisste zuletzt auf einem Supermarkt-Parkplatz in Biesenthal gesehen.
Hier kommt ein Personenspürhund, auch Mantrailer genannt, zum Einsatz.
Um den Geruch des Gesuchten aufzunehmen, reicht schon eine Tüte mit Atemluft. Hat das Tier diesen Geruch einmal aufgenommen, kann es die Spur auch Tage später noch nachvollziehen.
Der Hundeführer muss ihm jetzt lediglich folgen, bis die Person gefunden ist.

Ähnliches passiert bei der Flächensuche.
Hier ist der Hund nicht an eine Leine gebunden. Er sucht ein weitläufiges Areal nach jeder fremden, menschlichen Witterung ab.
Sämtliche Spuren werden dem Hundeführer angezeigt.
Stößt das Tier bei der Suche auf eine Person, wird dies mit lautem Bellen signalisiert, bis die Hundeführer eintreffen.
Was im Training mit Essen belohnt wird, kann im Ernstfall Menschenleben retten.
Welcher Hund für die Staffel geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab.



Für den Bereich der Wasserortung eignen sich ruhige Hunde, wie der Berner Sennenhund Ado.
In erster Linie suchen die Vierbeiner auf dem Wasser nach Ertrunkenen.
Das Gewässer wird systematisch von den Helfern abgefahren.
Steuert das Boot über den Vermissten, beginnt der Hund zu bellen.
So kann man den Such-Radius für die Taucher stark eingrenzen.

Die Rettungshundestaffel Barnim finanziert sich als ehrenamtlicher Verein ausschließlich über Spenden. Und die Kosten, um die Staffel zu erhalten, sind nicht gerade gering.



Mit über 60 Einsätzen pro Jahr ist die Hundestaffel über jede Hilfe dankbar, um die teure Ausrüstung und Ausbildung bezahlen zu können.
Spenden können unter dem hier eingeblendeten Konto erfolgen. Auf der Website des Vereins,
www.rettungshunde-barnim.de, gibt es weitere Infos.



Bericht/Kamera/Schnitt: Wilhelm Zimmermann


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