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Datum: 06.12.2017
Rubrik: Vereinsleben

„Ich verlass‘ ich mich darauf!“

Das Eberswalder Jahrbuch legt seit einem Vierteljahrhundert Zeugnis von der Heimatgeschichte

Eberswalde (lo). Kann es eine größere Anerkennung für einen Heimatverein geben, als dass der Bürgermeister versichert, er würde sich beim Redenschreiben immer auf das Jahrbuch verlassen? Vielleicht - aber dennoch hatte Stadtoberhaupt Friedhelm Boginski bei diesem Satz nicht nur die Lacher auf seiner Seite, sondern auch viele anerkennende Worte parat.



Die 25. Ausgabe des Eberswalder Jahrbuches wurde Anfang der ausgehenden Woche vom Heimatverein der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Kompendium in der Tradition des „Oberbarnimer Kreiskalenders“, herausgegeben von 1904-1942 und des „Heimatkalenders für den Kreis Eberswalde“, erschienen zwischen von 1960 bis 1992, ist ein Kind der aufblühenden Heimatvereine aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und zugleich in unserer Zeit „plötzlich ein Unternehmen“, wie Dr. Klaus Rohlfi en, Gründungsmitglied und ständiger Autor, erläuterte. Er erinnerte an die Gründungsphase vor einem Vierteljahrhundert, als noch handgeschriebene Manuskripte in der Redaktion eingingen. Der Bedarf an geschichtlichem und jahresaktuellem Wissen kurz nach der „Wende“ sei groß gewesen, so Rulfi n. „Doch aus den Ämtern kam nichts“, erinnert er sich. Eine Vielzahl von Zuarbeiten aus der Bevölkerung, darunter zahlreiche Fachleute ihres Gebietes, bestimmte die Autorenliste und tut das bis heute.



„Landeshistoriker, die gesamte Lokal- und Regionalgeschichtsschreibung sowie die akademisch- universitäre Landesgeschichtsforschung sind auf die Zuarbeiten aus Laienkreisen angewiesen“, bestätigte Professor Dr. Klaus Neitmann, Direktor des Brandenburgischen Landeshauptarchives und bestätigte dem Jahrbuch sowie seinen Autoren ein „bestes Zeugnis für heimatgeschichtliche Kompetenz“ zu sein.



Ingrid Fischer, Redaktionsleiterin des Jahrbuch und langjährige Vorsitzende des Vereins für Heimatkunde, gab einen Überblick über den Inhalt des aktuellen Jubiläums-Jahrbuches und kündigte zugleich an, dass der Verein im Frühjahr 2018 eine Bibliographie über alle bisher veröffentlichten Themen vorlegen werde. Welche breite Themenvielfalt dann durch den Leser der Jahrbücher nutzbar sein werde, lässt sich schon aus ihren Worten entnehmen: So hätten die Jahrbücher Themen wie den Lebensweg des Eberswalder Kindermörders Erwin Hagedorn ebensowenig ausgelassen, wie sie aktuell beispielsweise über eine Spendenaktion zu Gunsten der Rekonstruktion einer höfischen Uhr im Schloss Lichterfelde berichten würden. Daran ist zu erkennen, dass das Eberswalder Jahrbuch 2017 nicht nur Themen der Stadt selbst, sondern auch der umliegenden Kommunen des Barnim behandelt.



Zum Preis von 12 Euro plus zwei Euro Versandgebühren ist das Buch im Internet unter www. heimatkundeverein-eberswalde. de zu bestellen.

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