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Datum: 06.12.2017

Das neue Amt löst sowohl Vorfreude als auch Respekt aus

Karsten Ilm durch Stadtverordnete als neuer Wriezener Bürgermeister bestätigt / Amtseinführung im Januar 2018

Wriezen (ma). Nun ist es amtlich: Karsten Ilm (CDU) ist Bürgermeister der Stadt Wriezen. Zuvor hatte die Stadtverordnetenversammlung Einwendungen gegen seine Wahl erhoben und sie als unzulässig, nicht begründet zurückgewiesen. Die Wahl vom 24. September 2017 wurde nun aber für gültig befunden. Voraussichtlich am 5. Januar 2018 soll es eine festliche Amtseinführung im Rathaus geben. Schon seit einiger Zeit nimmt er repräsentative Aufgaben, die das Amt mit sich bringt, in Vertretung seines Vorgängers Uwe Siebert wahr. „Momentan ist es für mich wichtig, dass ich meinen jetzigen Arbeitsplatz ordentlich verlassen kann. Projekte, die gerade laufen, sollen von meinem Nachfolger problemlos übernommen werden können oder von den Mitarbeitern getragen werden“, erklärt Karsten Ilm. Das betreffe zum Beispiel die Ortsverbindungsstraße von Haselberg nach Frankenfelde oder den Kita-Neubau in Lüdersdorf. Die Fördermittel sind da und die Grundsteinlegung für die Kita soll noch in diesem Jahr stattfi nden. Die Ortsverbindungsstraße wird wohl wegen des nahen Winters nicht begonnen werden. Ein weiteres großes Projekt, was einer umfangreichen Vorbereitung bedarf, ist der geplante Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. In seiner Tätigkeit als Fachbereichsleiter hat er bereits eine Menge mitgestaltet. „Die Arbeit hat mich mit Stolz erfüllt, obwohl es Großprojekte in diesem Sinne nicht gab“, räumt Karsten Ilm ein. Bevor er begann, in der Wriezener Stadtverwaltung zu arbeiten, hatte er die Verantwortung für den Bau ganzer Autobahnabschnitte in Norwegen. „Das war mit dem Sprengen von Bergen und dem Bewegen von Millionen Kubikmetern Felsmaterial sowie Tunnelbau verbunden“, erinnert er sich. Ilms erstes Projekt in der Stadt in Märkisch-Oderland war eine kleine Ortsverbindungsstraße bei Bochows Loos. Allerdings leitete er den größten Fachbereich in der Verwaltung, denn im Bau- und Ordnungsamt gibt es etwa 25 Mitarbeiter. Auf das Thema Akquirierung von Fördermitteln legte er in den vergangenen Jahren einen ganz besonderen Fokus. Es gäbe kaum ein Bau-Projekt, das ohne Förderung auskommt. Hinzu komme die Herausforderung für die Verwaltung, denn jede Förderung ist an einen Eigenanteil der Kommune gebunden. Das habe einen immensen Papieraufwand erfordert. Es war sein Job, sich darum zu kümmern, dass alle Fäden zusammenlaufen. Dabei kam es allerdings auch ab und zu vor, dass nicht alle Wünsche in Erfüllung gegangen seien, obwohl zwischen Verwaltung und Bürgerschaft Konsens herrschte. „Die Wünsche aus der Bürgerschaft haben sich oft mit meinen eigenen gedeckt. Es gibt aber manchmal rechtliche oder fi nanzielle Hürden, die sich nicht überwinden lassen. Das hat mich schon geärgert“, so Ilm. Auf eine im Vergleich kleine Änderung wird sich der scheidende Amtsbereichsleiter einstellen müssen, wenn er vom Seitenfl ügel in das zentral gelegene Amtszimmer umziehen wird: Er wird weniger mit Bauhelm, dafür mehr mit Anzug in der Öffentlichkeit zu sehen sein. „Ich freue mich schon darauf, wenn es im Januar losgehen wird. Trotzdem habe ich einen gesunden Respekt vor diesem Amt. Ich merke jetzt schon, dass die Erwartungshaltung mir gegenüber hoch ist“, so der designierte Bürgermeister.

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