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Datum: 11.01.2018

Historischer Amtswechsel

Wriezens Bürgermeister Uwe Siebert nach fast drei Jahrzehnten in den Ruhestand verabschiedet

Wriezen (ma). Bereits am 24. September letzten Jahres war klar, wer in den nächsten acht Jahren das Zepter im Wriezener Rathaus in der Hand haben wird. Karsten Ilm (CDU) hatte die Wahl zum Bürgermeister mit überdeutlicher Mehrheit gewonnen. Die offi zielle Amtsübergabe erfolgte am Freitag vergangener Woche im Sitzungssaal des Wriezener Rathauses. Dieser füllte sich schnell mit geladenen Gästen. Unter ihnen die Amtsträger der Nachbargemeinden wie der Bürgermeister von Bad Freienwalde, Ralf Lehmann, die Amtsdirektoren von Barnim- Oderbruch, Karsten Birkholz, und von Falkenberg-Höhe, Holger Horneffer. Auch Andrzej Salwa, der Bürgermeister aus dem polnischen Mieszkowice war gekommen, um der Festveranstaltung beizuwohnen. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Wolfgang Skor, konnte den Landtagsabgeordneten Marco Büchel (Linke) und den CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Georg von der Marwitz begrüßen. Viele Stadtverordnete, Ortsvorsteher und Vertreter von Firmen und Vereinen füllten den Saal. Letzte Amtshandlung von Alt- Bürgermeister Uwe Siebert war die Verabschiedung von Hartmut Fahl, dem langjährigen Geschäftsführer der Haus- Grundstücks- und Baubetreuungsgesellschaft (HAGEBA) Wriezen, bevor er sich letztendlich selbst in den Ruhestand verabschiedete. Fast drei Jahrzehnte war Uwe Siebert Bürgermeister von Wriezen und hat der Stadt damit seinen Stempel aufgedrückt wie von der Marwitz in seiner Rede befand. Der Bundestagsabgeordnete sparte nicht mit Lob und verglich die Stadt, die er 1990 erlebte, mit dem heutigen Zustand. „Das Herz muss dankbar und voller Stolz sein, wenn man sieht, was in dieser Region in den letzten 27 Jahren geschaffen wurde“, so der Politiker. Das trage auch sehr stark den Namen von Uwe Siebert. Als besondere Erfolgsgeschichte lobte er die Gründung des Evangelischen Johanniter Gymnasiums, nach dem das staatliche Gymnasium geschlossen wurde. Der Landrat von Märkisch- Oderland, Gernot Schmidt, begann seine Rede weniger euphorisch. Er bemerkte, „dass auf Beerdigungen und Verabschiedungen am meisten gefl unkert“ werde. Alle hätten über die Jahre des Wirkens von Siebert die „Contenance bewahrt“. Der Landrat zollte dem scheidenden Bürgermeister Respekt für seine Arbeit, denn „die Jahre in Wriezen waren keine einfachen“. An seinen Nachfolger gerichtet, sagte Schmidt: „Ratschläge bekommt man von allen Seiten, aber die Entscheidung nach außen hat ein Gesicht und einen Namen. Das sind Sie, der neue Bürgermeister der Stadt Wriezen“. Er wünschte der Stadt einen guten Neuanfang. Bevor Uwe Siebert seine letzte Rede als Bürgermeister hielt, wurden die 45 Mitarbeiter der Verwaltung in den Saal gerufen. Viele von ihnen hätte er seit 1989 eingestellt, mit jedem verbinden sich Geschichten und Erfahrungen, dafür bedanke er sich: „Wriezen hat eine Top- Verwaltung“. Er bedankte sich auch bei den Wriezener Firmen, denn sie sicherten die Einnahmen und die Beschäftigung in der Stadt. Eine große Bedeutung für die Stadt hätte das Ehrenamt und so bedankte sich Siebert bei den vielen Vereinen der Stadt. Neben dankbaren Worten richtete er die Empfehlung an die Stadtverordneten, sie mögen in der Sache hart diskutieren, aber den in den letzten zwei Jahren abhanden gekommenen Respekt voreinander wieder einziehen lassen. Nach 28 Jahren Dienstzeit gab Uwe Siebert dann die Amtssiegel der Stadt Wriezen an den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung zurück. Wolfgang Skor reichte diese nach der Ernennung an den neuen Bürgermeister Karsten Ilm weiter.



Als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de


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