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Datum: 11.01.2018

Neuer Betreiber im Bahnwerk

Werk wird mit 74 Mitarbeiter witergeführt/ Auftragslage derzeit gut

Eberswalde (v.k.). Offi ziell verkündet wurde am Mittwoch die Übernahme des Eberswalder Bahnwerkes. Seit dem 1. Januar 2018 hat die Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH, kurz SFW, die Betriebsführerschaft des Werkes in Eberswalde übernommen. Die SFW gehört als Werkstattstandort zur Deutsche Eisenbahn Service AG. Damit trägt das Werk künftig auch dem Namen: Schienenfahrzeugbau Wittenberge GmbH - Werk Eberswalde. Im Beisein vieler Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber, wurde die Übernahme verkündet. Thomas Becken, Vertreter des Werkes, betonte: „Wir möchten dieses Werk gerne erhalten und den Mitarbeitern eine Zukunft geben. Natürlich nicht ganz uneigennützig, denn wir haben eine große Gesellschaft mit fast 500 Mitarbeitern. Wir möchten das gesamte Unternehmen aufbauen und das ist ein guter Baustein. Wir haben hier die Kapazitäten und Möglichkeiten, um zu wachsen.“ Dem stimmt auch Wirtschaftsminister Gerber zu: „Ich bin sehr froh. Das ist ein sehr kompetentes Unternehmen, dessen Seelengeschäft die Wartung und Reparatur von Eisenbahnwaggons ist und ich bin mir sicher, dass es hier wieder mehr Beschäftigung geben wird.“ Für die noch verbleibenden Mitarbeiter im Werk ist es nicht der erste Neustart. Erst Ende 2016 war ein neuer Investor gefunden, die Münchner Quantum Capital AG. Nachdem die AG das Werk im Januar 2017 übernahm, meldete sie drei Monate später für die Eberswalder Betriebsstätte wieder Insolvenz an. Insolvenzverwalter Falk Eppert hat den Prozess begleitet. „Man muss dazu sagen, dass es ein äußerst schwieriger Fall war. Das Unternehmen stand auftragstechnisch ganz schlecht dar, wir hatten eine Auslastung von 20 Prozent bezogen auf 166 Leute. Deswegen war es dringend erforderlich zu entscheiden, ob das Werk geschlossen wird oder eine Division zu verfolgen, das Werk zu erhalten. Das bedarf einiger Änderungen vor allem beim Personal, denn für mehr als 160 Mitarbeiter gab es keine Auslastung. Jetzt wird das Werk mit 74 Mitarbeiter weitergeführt und wir werden, je nach Auftragslage, auch wieder Fachkräfte einstellen.“ Laut Becken sei die Auftragslage derzeit gut und die Arbeit für die nächsten Monate gesichert. Mit Optimismus blicken alle in den Neustart, allen voran Eberswaldes Bürgermeister Friedhelm Boginski, der den langen Prozess ebenfalls stets zitternd begleitete. „Ich freue mich natürlich, dass es wieder positive Meldungen gibt und hoffe auf einen guten Neuanfang. Es gab mal über 500 Mitarbeiter hier am Eberswalder Standort, die Umstrukturierung war ein katastrophaler Einschnitt und ich hoffe dass wir irgendwann zu einer annährend gleichen Größe kommen“, so das Stadtoberhaupt.

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