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Datum: 08.02.2018

Grünes Licht für den Straßenausbau

Bad Freienwalder Stadtverordnete machen Weg für Maßnahme fast einstimmig frei / Ortsdurchfahrt für zwei Jahre dicht

Bad Freienwalde (ma). Nach mehr als zehnjähriger Diskussion in der Stadt, hat die Stadtverordnetenversammlung (SVV) von Bad Freienwalde fast einstimmig grünes Licht für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Berliner Straße gegeben. Nun sollen die Ausschreibungen ausgelöst werden. Gegen Ende Mai dieses Jahres könnten die Arbeiten für den grundhaften Ausbau beginnen. Gebaut wird auf 900 Metern zwischen der Einmündung zur Schlossparkambulanz und der Zufahrt zum „OFFI“. Voraussetzung für den zweijährigen Ausbau der Straße ist eine Vereinbarung der Stadt mit dem Landesbetrieb Straßenwesen und dem Trink- und Abwasserverband Oderbruch-Barnim (TAVOB) über den Umfang der Arbeiten und seine Finanzierung. Die gesamten Kosten belaufen sich nach aktuellem Stand auf 3,93 Millionen Euro. Demnach ist der Landesbetrieb Straßenwesen für den Ausbau der Bundesstraße mit mehr als 1,2 Millionen Euro, der TAVOB für die Erneuerung der Trinkund Abwasserleitungen mit 658.000 Euro und die Stadt mit gut zwei Millionen Euro beteiligt. Die Regenentwässerung, die Straßenbeleuchtung sowie die Gehwege und Zufahrten fallen in die Zuständigkeit der Stadt. Die Kosten für diesen Bereich werden zum Teil auf die Anlieger umgelegt. Dem Beschluss der SVV ging eine Informationsveranstaltung in der Konzerthalle voran, auf der sich die Bürger über Einzelheiten zum Baugeschehen informieren konnten. Bürgermeister Ralf Lehmann, Annett Märker vom Landesbetrieb Straßenwesen, TAVOB-Geschäftsführer Johannes Schwanz, Bauamtsleiter Rainer Texdorf und Mitarbeiter des Planungsbüros hatten auf dem Podium Platz genommen. Geplant war eine Stunde der fachlichen Darstellung des Bauablaufes und die anschließende Beantwortung von Bürgerfragen. Dieser Plan konnte jedoch nicht so umgesetzt werden, denn schon nach kurzer Zeit meldeten sich die Bürger zu Wort. Unmut erregten drei geplante Verkehrsinseln. Dort werden sich künftig die Bushaltestellen befi nden, die ein Passieren des wartenden Busses unmöglich machen. Anwohner befürchten, dass sich dadurch der Verkehr staut und sie aus den Seitenstraßen nicht mehr in die Berliner Straße einfahren könnten, besonders an sogenannten „Zahltagen“ und an den Wochenenden. Dann sei der Verkehr nach Polen besonders stark. Auch die zweijährige Vollsperrung wurde von den Anwohnern kritisiert. Sie wollten wissen, weshalb die Bauzeit so lang sei und wieso nicht unter einseitiger Sperrung gebaut werde. Enrico Lemke vom Landesbetrieb Straßenwesen begründete die lange Bauzeit damit, dass mehrere Medien verlegt werden müssen. Der Regenwasserkanal im unteren Bereich der Straße sei zudem sehr massiv und müsse sehr tief verlegt werden. Diese Umstände sowie die Sicherheit auf der Baustelle erfordern eine Vollsperrung. Weiterhin sei eine umfangreiche Sperrung in Höhe der Waldstadt geplant, die das Durchfahren der Baustelle verhindern soll. Anwohner des Stadtteils äußerten Befürchtungen, dass sie während der Bauzeit nicht mehr zu ihren Wohnungen gelangen könnten. Lemke stellte allerdings eine bedarfsweise Öffnung der Sperre in Aussicht, die von den Anwohnern genutzt werden könne. Bei der Informationsveranstaltung kamen auch die Anliegerbeiträge zur Sprache. Texdorf geht von 43 Eigentümern aus, die entsprechend der Beitragssatzung zur Kasse gebeten werden. Er korrigierte den zuvor genannten Satz in Höhe von 3,82 Euro auf 3,46 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfl äche. Alle Fragen der Teilnehmer konnten nicht geklärt werden. Lehmann stellte allerdings eine schriftliche Beantwortung in Aussicht.

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