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Datum: 09.03.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Besucherzentrum nimmt Gestalt an

Jury vergibt ersten Preis an Entwurf von Stuttgarter Architekten

Bernau (e.b.). Eine hängende Glaskonstruktion, die nicht nur ein Hingucker ist, sondern auch ein stilprägendes Bauhaus-Element, hat sich beim Architekturwettbewerb Besucherzentrum auf dem Areal des Bauhaus Denkmals Bundesschule Bernaus durchgesetzt. Der Entwurf der Steimle Architekten GmbH aus Stuttgart erhielt vergangene Woche Montag den ersten Preis von der Jury, dessen Vorsitz die Schweizer Architektin Prof. Barbara Holzer hatte. Das Preisgericht, das sich aus fünf Fach- und vier Sachpreisrichtern sowie Vertretern und Sachverständigen zusammensetzte, machte sich die Entscheidung nicht leicht. Bis in den späten Abend diskutierten die Experten intensiv über die sehr vielfältigen und ideenreichen Arbeiten. Nachdem sie den ganzen Tag zusammen gesessen hatten, stand die Entscheidung gegen 21 Uhr fest. Die Jury vergab auch einen zweiten Preis. Er ging an AHM Architekten aus Berlin. Darüber hinaus gab es Anerkennungen für zwei eingereichte Entwürfe.


Für die Teilnahme haben sich 47 Architekten aus ganz Deutschland beworben, 14 Büros wurden durch die Stadt ausgewählt oder ausgelost. „Wir sind begeistert von den vielen guten Entwürfen und gehen davon aus, dass wir mit dem Siegerentwurf dem Denkmal gerecht werden“, so Bernaus Bürgermeister André Stahl. Mit den Planungen für das Projekt wird zügig begonnen, die Realisierung des Baus soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden. Die Stadt kündigte an, sich als Bauherrin zeitnah mit den Architekten zusammenzusetzen, um das Projekt zu starten. Gefördert wird das Vorhaben aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus.


Im Sommer 2017 wurde das Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau in die UNESCOWelterbeliste aufgenommen. Bereits vor der Eintragung hatte sich das Interesse an dem Bauensemble und damit auch die Besucherzahl stetig erhöht, zumal 2019 das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ ansteht. Bisher werden der Besucherverkehr und die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort hauptsächlich ehrenamtlich durch den Verein „baudenkmal bundesschule bernau e.V.“ organisiert. Innenraumbesichtigungen können nur zu festen Zeiten oder per Voranmeldung durchgeführt werden. Es zeigte sich aber, dass die ehrenamtliche Information und Besucherorganisation weder räumlich noch inhaltlich ausreichen werden. Daher erhält das geplante Vorhaben die Förderung.


Wer sich einen Überblick über die verschiedenen Entwürfe und Ideen der Architekten verschaffen möchte, kann das in der Galerie Bernau tun. Dort sind sie noch bis zum 17. März dieses Jahres zu sehen.


Auch als Fernsehbeitrag auf: www.odf-tv.de

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