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Datum: 09.03.2018
Rubrik: Gesellschaft

„Smells like...“

Interaktive Geruchskarte von Eberswalde

Eberswalde (e.b.). Wo es in Eberswalde gut riecht, wird individuell mit der eigenen Nase entschieden. Wo es hingegen stinkt auch. Ein Forschungsteam am Fachbereich Nachhaltige Wirtschaft an der HNEE geht derzeit der Frage nach, wie Bürger der Stadt ihren Wohnort mitgestalten und ihn somit lebenswerter für sich und andere machen können. „Das geht zum Beispiel über Gerüche“, schlägt Dr. Thoralf Buller vor, der zusammen mit Studierenden an einer interaktiven Geruchskarte namens „Smells like“ (engl. Riecht nach…) von Eberswalde arbeitet. Digital erfasst, können sich sowohl Bürger als auch Touristen auf Entdeckungstour begeben, um die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive zu entdecken. Doch nicht nur das, sie können ab sofort auch aktiv an der Forschung der HNEE teilnehmen und Daten selbst generieren. „Das geht ganz einfach. Auf unserer interaktiven Karte wird der wahrgenommene Geruch beschrieben und hinterlegt. So entsteht ein Netz aus ganz verschiedenen Geruchspunkten, die zu Themenpfaden wie zum Beispiel einen Blumenpfad verbunden werden können“, erklärt der HNEE-Lehrbeauftragte das Prozedere.


Das Gleiche gilt auch für unangenehme Gerüche, wie sie beispielsweise vom Verkehr verursacht werden. Dass hierbei Feinstaub entsteht, kann man zwar nicht riechen, messbar ist die Verschmutzung jedoch schon. Und so gehen die Forscher mit ihrer interaktiven Karte noch einen Schritt weiter. „Aktuell gibt es eine hitzige Debatte zu schädlichen Immissionen in Deutschlands Innenstädten, doch auf lokaler Ebene bleibt das Thema für Bürger wenig greifbar. Mit unserer interaktiven Karte ändert sich das. Wir wollen Bürgern ermöglichen, selbst Feinstaub vor der eigenen Haustür zu messen und so Teil unserer Erhebung zu werden“, lädt Dr. Thoralf Buller ein. Interessierten Eberswaldern stellt die Hochschule kleine, handgroße Messsensoren kostenlos zur Verfügung, die an der eigenen Hausfassade angebracht werden können. Verbunden mit einer Software können diese dann Messdaten an die HNEE übermitteln und dort verarbeitet werden. „Ziel ist es, dass man auf der interaktiven Karte einsehen kann, wie die Feinstaubbelastung vor der eigenen Haustür, auf dem Schul- oder Arbeitsweg aussieht“, nennt der HNEELehrbeauftragte ein Szenario. So werde es für die Eberswalder künftig sichtbar, wie es um die Luftverschmutzung steht. Sie selbst können dann entscheiden, wie sie ihre Wege durch die Stadt zurücklegen wollen – mitunter verzichten sie dann sogar auf ihr Auto.


Aktuell sucht das HNEE-Forschungsteam interessierte Bürger, die an dem Projekt mitwirken wollen. Sie können sich unter Angabe ihrer Kontaktdaten (Name, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer) direkt an Dr. Thoralf Buller wenden. Von ihm erhalten sie dann einen Zugang zur interaktiven Karte und werden über den Fortschritt des Projekts informiert. Zu gegebener Zeit werden sie dann zu einem Workshop zum Umgang mit den Messgeräten an der HNEE eingeladen und geschult: thoralf. buller@hnee.de.

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