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Datum: 26.04.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Bildender Stadtparkspaziergang

Drei neue Infotafeln geben Auskunft über Kunst und die damit verbundene Geschichte

Bernau (fw). Um auf Kunst im öffentlichen Raum hinzuweisen, hat die Bernauer Stadtverwaltung drei Infotafeln an zwei Standpunkten im Stadtpark enthüllt. Eine Tafel gibt einen Überblick über all die Sehenswürdigkeiten, die in der Innenstadt zu sehen sind. Gleich daneben steht eine weitere Tafel, die sich den verbliebenen Kunstwerken des internationalen Bildhauersymposiums „Steine ohne Grenzen“ widmet, das 2011 in Bernau stattfand. Seine Initiatoren Silvia Christine Fohrer und Rudolf J. Kaltenbach waren zu dem Anlass nach Bernau gekommen, um über das Projekt zu berichten und an den völkerverbindenden Gedanken zu erinnern. Damals schufen sieben Künstler aus verschiedenen europäischen Ländern Plastiken unter freiem Himmel. Um die Kunstwerke besser zu begreifen, erläutert ein Text auf der Tafel die Entstehung und die Bedeutung. Des Weiteren zeigt eine Karte die Position der Steine an.


Die dritte Tafel, die sich in direkter Nähe zum Pulverturm befi ndet, gibt Auskunft über Konrad Wolf. Einen Tag vor der offi ziellen Übergabe der Tafeln jährte sich seine Ernennung zum ersten Bernauer Stadtkommandanten zum 73. Mal. Sie erfolgte, nachdem Bernau in der Nacht zum 21. April 1945 von der Roten Armee eingenommen wurde. Der Sohn des jüdischen Arztes und Schriftstellers Friedrich Wolf war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt. Zwei Bildhauerarbeiten zollen dem späteren Filmregisseur Tribut: die Metall-Stele des im März dieses Jahres verstorbenen Künstlers Jan Skuin und Marmorrelief von Werner Stötzer, der ein langjähriger Freund Wolfs war. Beide Kunstwerke stehen bereits seit 1985 an ihren Standorten nahe der Stadtmauer. Damals wurde sie anlässlich des 60. Geburtstages von Wolf aufgestellt. Seit dem vergangenen Jahr trägt die Stelle offi ziell den Titel „Konrad-Wolf-Gedenkstätte“. Mit der Aufstellung der Tafeln will die Stadtverwaltung den Besuchern des Stadtparks nicht nur eine bessere Übersicht über die Sehenswürdigkeiten und Kunstwerke in der Stadt und im Park geben. Sie sollen dadurch auch im Alltag auch an Kunst herangeführt werden und so auch auf historische Geschehnisse aufmerksam gemacht werden, die damit im Zusammenhang stehen.

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